Sicherheitskonzept für spezielle Wünsche

„Rosenberger OSI hat mit diesem komplexen Sicherheitsprojekt seine fachliche Kompetenz und absolute Kundenorientierung unter Beweis gestellt“, erklärt Torsten Junges, Sales Manager DACH bei Penta Infra.

„Rosenberger OSI hat mit diesem komplexen Sicherheitsprojekt seine fachliche Kompetenz und absolute Kundenorientierung unter Beweis gestellt“, erklärt Torsten Junges, Sales Manager DACH bei Penta Infra. (Quelle: OSI Rosenberger)

Das System Preconnect SMAP-G2 UHD bietet eine hohe Packungsdichte und integriert Steckplätze für unterschiedliche Leitungstypen.

Das System Preconnect SMAP-G2 UHD bietet eine hohe Packungsdichte und integriert Steckplätze für unterschiedliche Leitungstypen. (Quelle: OSI Rosenberger)

Im Rahmen eines Kick-off-Meetings im Dezember 2023 wurde der Bedarf des Dienstleisters im Detail ermittelt. Dabei kamen auch spezielle Wünsche auf den Tisch, um die hohen Sicherheitsanforderungen vollständig zu erfüllen. Aufgrund dieses Anforderungskatalogs erstellte das verantwortliche Team des Verkabelungsspezialisten ein maßgeschneidertes Angebot. Nachdem die Lieferkettenprozesse geklärt und der Ablaufplan festgelegt waren, wurde im März 2024 der finale Zuschlag erteilt. Danach war rasches Handeln gefragt, denn der eng gesteckte Zeitplan sah für die Realisierung des Projekts lediglich sechs Wochen vor. Penta Infra als Datacenter-Betreiber war in der Entscheidungsphase bereits mit im Boot, da der Mietvertrag zwischen dem Sicherheitsunternehmen und dem RZ-Betreiber vorsieht, dass die Beschaffung aller Materialien und Dienstleistungen ausschließlich über Penta Infra läuft.

Aufgrund der Anforderungen, die sich während des Kick-off-Meetings herauskristallisierten, empfahlen die Verkabelungsspezialisten die Installation eines Ultra-High-Density-Systems Preconnect SMAP-G2 UHD. Dieses bietet eine hohe Packungsdichte und integriert Steckplätze für die unterschiedlichsten Leitungstypen. Auf diese Weise lässt sich eine breite Variante an Leitungen integrieren und abbilden – angefangen von Kupfer bis hin zur Glasfaser, sowohl in Multi-Mode als auch in Single-Mode. Die Steckplätze lassen sich zudem bedarfsgerecht anordnen, was im Rack einen variablen Einsatz ermöglicht. Die Abbildung der hohen Packungsdichte bleibt dabei jederzeit gewährleistet.

Hochgesicherte Verbindungen vonnöten

Eine besondere Herausforderung war der Wunsch des Sicherheitsunternehmens, zwei hoch gesicherte Verbindungen herzustellen. Diese Vorgehensweise ist notwendig, da die Cages im Rechenzentrum an zwei unterschiedlichen Standorten und in eigenen Brandabschnitten platziert sind. Dieses Konstrukt soll die verbindende Verkabelung vor äußeren Angriffen schützen, um den kritischen Datenaustausch des Kunden abzuschirmen.

Das Augsburger Unternehmen hat für diese Anforderung ein Trunk-Kabel mit 48 Kanälen sowie einer speziellen Ummantelung entwickelt und hergestellt. Damit werden die zwei Cages, die in zwei Brandabschnitten stehen, auf einzigartige Weise verbunden und wie durch Panzerglas gegen unerwünschte Angriffe geschützt. Notwendig ist das, weil für die Koppelung beider Cages eine Strecke überwunden werden muss, die öffentlich zugänglich ist. Zwischen den beiden Brandabschnitten auf diesem Terrain werden die Sicherheitsanforderungen des Kunden nicht ausreichend gewährleistet. Um Attacken auf die Kabel zu verhindern, wünschte sich das Sicherheitsunternehmen deshalb eine spezielle Ummantelung, die Manipulationen verhindert.

Den eigens für das Sicherheitsunternehmen entwickelten Schutzmantel konzipierte das Entwicklerteam in der Augsburger Zentrale. Die Konfektionierung übernahmen anschließend die Fachleute am Produktionsstandort in Ungarn, wo eine rasche Fertigstellung der Spezialentwicklung erfolgte. Beide Teams arbeiteten dabei im engen Schulterschluss, wodurch dem Kunden eine sehr schnelle Umsetzung garantiert werden konnte.

Für die Einhaltung des Fahrplans sorgte das Berliner Serviceteam von Rosenberger OSI. In den verschiedenen Implementierungsphasen waren zwischen drei und fünf Spezialisten vor Ort. Sie installierten im Penta-Infra-Rechenzentrum sämtliche Komponenten des Lösungspakets und machten sie fit für den Produktionsbetrieb. Die intensive Kommunikation mit dem Endkunden sowie dem Team des RZ-Betreibers war in allen Projektphasen essenziell. Denn das Berliner Team ist neben der Projektierung und Implementierung auch für den Service des neuen Systems verantwortlich und wird das Sicherheitsprojekt auch in Zukunft begleiten.
                                                                                                                                                                                                                                                                     osi.rosenberger.com

Petra Adamik
2 / 2

Ähnliche Beiträge