Interview mit Jens Schübel

Der staatlich geprüfte Elektrotechniker und Technischer Betriebswirt Jens Schübel ist Technischer Leiter bei der PQ Plus GmbH. (Quelle: PQ-Plus GmbH)
Bitte stellen Sie Ihr Leistungsspektrum an Energiemessgeräten und EMAS-Software vor!
J. Schübel: Unsere Energiemessgeräte bieten eine Vielzahl von Funktionen und Möglichkeiten, um den Anforderungen für das Energiemanagement mehr als gerecht zu werden. Von kostengünstigen Energiezählern und Universalmessgeräten mit hoher Genauigkeit, über unser kompaktes und modulares System für eine Vielzahl an zentralen Messungen bis hin zu unseren Netzqualitätsanalysatoren mit hoher Abtastung und zusätzlichen Messeingängen für Fehlerstrommessungen decken wir alle Anwendungen und Anforderungen ab. Durch die verschiedenen Schnittstellen und vielfältigen Protokollen, wie Modbus, M-Bus, MQTT, SNMP und BACnet IP, können die Daten über unterschiedliche Wege in unsere Software, aber auch in Fremdsysteme einfach integriert werden.
Eine modulare Erweiterung der Funktionen und eine intuitive Bedienbarkeit der Geräte runden das Angebot ab. Wir liefern immer eine kostenfreie und unlimitierte Auswerte- und Analysesoftware mit. Als BAFA-gelistete und somit förderfähige Energiemanagement-Software stellen wir unsere Envis Web zur Verfügung. Sie ist herstellerunabhängig und kann sowohl lokal als auch im Rechenzentrum betrieben werden. Aufgrund vieler Auswerte- und Visualisierungsmöglichkeiten sowie des Lizenzmodells eignet sie sich perfekt für Unternehmen aller Größen und ist jederzeit flexibel erweiterbar.
Wie werden Daten aus Energiemessgeräten sicher in EMAS-Software übertragen und verarbeitet?
J. Schübel: Die Universalmessgeräte und die Energiemanagement-Software haben eine Authentifizierung und Zugriffskontrolle integriert, um sicherzustellen, dass nur autorisierte Benutzer und Geräte auf die Daten zugreifen können. Die sichere Übertragung und Verarbeitung von Daten aus Energiemessgeräten in EnergiemanagementSoftware ist entscheidend für die Effizienz und Integrität des gesamten Systems. Die Anwender entscheiden, wo ihre Daten gespeichert werden. Ob lokal im Unternehmen, geschützt mit Firewalls und ausgestattet mit Schadsoftware, oder im Rechenzentrum nach geltenden Datenschutzgesetzen. Back-ups erstellt die Software automatisch.
Können Sie Beispiele oder Fallstudien teilen, in denen der Einsatz von Energiemessgeräten und EMAS-Software zu signifikanten Verbesserungen in Energieeffizienz und betrieblicher Sicherheit geführt hat?
J. Schübel: In einer Produktionsanlage wurden Energiemessgeräte installiert, um den Energieverbrauch in verschiedenen Produktionsbereichen zu überwachen. Diese Daten wurden in eine EMAS-konforme Energiemanagement-Software integriert, die es dem Unternehmen ermöglichte, den Energieverbrauch zu analysieren, Einsparpotenziale zu identifizieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu ergreifen. Durch die kontinuierliche Überwachung und Analyse des Energieverbrauchs konnten mehrere Effizienzmaßnahmen umgesetzt werden, darunter die Identifizierung und Behebung von Energieverlusten in der Produktion, die Optimierung von Produktionsabläufen, um den Energieverbrauch zu minimieren sowie die Implementierung von Energiesparmaßnahmen, wie die Nutzung von energieeffizienten Beleuchtungs- und Kühlsystemen. Diese Maßnahmen führen zu einer deutlichen Reduzierung des Energieverbrauchs in der Produktionsanlage.
Eine weitere Fallstudie betrifft ein Bürogebäude: In diesem wurden Energiemessgeräte eingeführt, um den Energieverbrauch für Beleuchtung, Heizung, Lüftung und Klimatisierung zu überwachen. Die gesammelten Daten wurden in eine EMAS-konforme Energiemanagement-Software integriert, die es dem Gebäudemanagement ermöglichte, den Energieverbrauch zu analysieren und Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz zu ergreifen. Durch die Überwachung des Energieverbrauchs konnten ineffiziente Betriebszeiten und Einstellungen identifiziert und optimiert werden.