Über ABB BuildingPro lassen sich Gebäudedaten visualisieren, Anlagen überwachen und technische Systeme zentral steuern. (Quelle: ABB)
Kern der Plattform ist eine offene Systemarchitektur, die unterschiedliche Feldprotokolle wie KNX, Bacnet, Modbus, LonWorks oder MQTT integriert und auf einer zentralen Edge-Hardware bündelt. ABB BuildingPro Suites arbeitet mit einem semantisch strukturierten Datenmodell, das Gebäudedaten einheitlich erfasst und für eine Analyse, Optimierung und Berichte nutzbar macht. Je nach Projektgröße stehen zwei Varianten zur Verfügung, die bis zu 50.000 Datenpunkte verarbeiten können. Die Plattform übernimmt die Kommunikation mit den Feldgeräten. Sie kann vollständig lokal betrieben oder – abhängig von IT-Strategie und Datenrichtlinien – optional cloudbasiert erweitert werden.
Neue Anforderungen durch Energie- und Berichtspflichten
Für viele Immobilienbetreiber gewinnt diese integrierte Datenbasis zunehmend an Bedeutung. Regulatorische Anforderungen wie GEG, CSRD oder EPBD erhöhen den Bedarf an verlässlichen Energiedaten, nachvollziehbaren Berichten und eine strukturierte Auswertung – besonders in großen oder verteilten Liegenschaften. ABB BuildingPro Suites unterstützt Betreiber, Facility Manager und Systemintegratoren dabei mit einer skalierbaren, multiprotokollfähigen Plattform, die Systeme unterschiedlicher Hersteller zusammenführt.
Mehr Überblick für Betreiber und Facility Management
Über eine browserbasierte Oberfläche lassen sich technische Anlagen überwachen und steuern. Grundrisse können eingebunden und mit Datenpunkten verknüpft werden, sodass Beleuchtung, Verschattung, Heizung oder Lüftung raumgenau dargestellt werden. Trendaufzeichnungen, Alarmfunktionen und Zeitpläne helfen dabei, Abweichungen frühzeitig zu erkennen, Betriebszeiten zu optimieren und Energieverbräuche gezielt auszuwerten.
Zentrale Verwaltung über mehrere Standorte
Für die Visualisierung vor Ort steht mit ABB BuildingPro Vision zur Verfügung, während das cloudoptionale BuildingPro-Portal einen gesicherten Fernzugriff sowie eine zentrale Verwaltung von Edge-Geräten und Liegenschaften ermöglicht. Damit ist die Plattform sowohl für Einzelgebäude als auf für standortübergreifende Liegenschaften geeignet und lässt sich dank des modularen Aufbaus schrittweise erweitern, ohne die bestehende Systemarchitektur anpassen zu müssen. Die Plattform richtet sich vor allem an Systemintegratoren, die eine multiprotokollfähige Plattform für ihre Installationen benötigen, sowie an Betreiber und Facility Manager, die einen einheitlichen Zugriff auf ihre Gebäude wünschen.