Effizienz im Schaltschrank ganzheitlich gedacht (Quelle: Finder)
In der industriellen Praxis entstehen Energieverluste, Ausfallzeiten oder Wartungsaufwände selten an einer einzigen Stelle. Häufig sind sie das Ergebnis unzureichend abgestimmter Komponenten: Netzteile arbeiten außerhalb ihres optimalen Wirkungsgrads, Wärme staut sich an Leistungshalbleitern, Energieverbräuche bleiben intransparent oder Servicearbeiten werden durch schlechte Sicht und fehlende Anschlusspunkte erschwert.
Finder verfolgt deshalb einen systemischen Ansatz. Ziel ist es, alle zentralen Funktionen im Schaltschrank so aufeinander abzustimmen, dass sie sich gegenseitig ergänzen: effiziente Energieversorgung, kontrollierte Wärmeabfuhr, transparente Messung, sichere Energieverteilung und optimale Arbeitsbedingungen.
Effiziente Energieversorgung als Basis
Am Anfang jeder effizienten Schaltschranksystematik steht eine stabile und verlustarme Stromversorgung. Mit der erweiterten Serie 78 bietet Finder ein abgestuftes Netzteilportfolio von der einphasigen Basic Line bis zur dreiphasigen Premium Line mit Leistungen bis 960 W.
Die klare Staffelung ermöglicht es, Netzteile exakt auf den tatsächlichen Leistungsbedarf auszulegen – ein entscheidender Faktor, um unnötige Reserven und damit Energieverluste zu vermeiden. Zweistufige PFC-Konzepte bei den leistungsstärkeren Varianten verbessern den Leistungsfaktor und entlasten das vorgelagerte Netz. Gleichzeitig sorgen einstellbare Ausgangsspannungen (24 V bis 28 V) für Flexibilität bei der Anpassung an unterschiedliche Lasten.
Besonders im Zusammenspiel mit nachgelagerten Komponenten wird der Systemgedanke deutlich: DC-OK-Signalkontakte liefern Zustandsinformationen an die Steuerung oder an Energiemanagementsysteme und schaffen die Grundlage für vorausschauende Wartung und hohe Anlagenverfügbarkeit.
Thermische Stabilität sichert Effizienz
Wo elektrische Leistung geschaltet wird, entsteht Wärme – und damit ein Effizienzrisiko. Die Kühlkörper der Serie 77 sind exakt auf Solid-State-Relais abgestimmt und sorgen für eine definierte, reproduzierbare Wärmeabfuhr.
In Verbindung mit den Netzteilen der Serie 78 entsteht ein stabiler thermischer Betriebspunkt: geringere Temperaturen erhöhen die Lebensdauer der Leistungskomponenten, reduzieren Alterungseffekte und halten den Wirkungsgrad über lange Zeit konstant. Varianten mit integriertem Gebläse ermöglichen es zudem, auch bei hohen Dauerlasten kompakte Schaltschränke sicher zu betreiben – ein klarer Vorteil bei steigender Packungsdichte.