Energiedatenerfassung: digital und modular (Quelle: Janitza)
Energiedatenerfassung bedeutet heute mehr als die reine Messung elektrischer Verbräuche. Erst das Zusammenspiel verschiedener Medien und Betriebsdaten ermöglicht fundierte Analysen. Modulare Messtechnik wie das UMG 800 ermöglicht es, solche Anforderungen flexibel abzubilden und bestehende Strukturen schrittweise zu erweitern. Gleichzeitig bleibt jedes Energiemanagement-Projekt individuell. Dieser digitale und modulare Systemaufbau ist dabei der Schlüssel zum Erfolg.
Stefan Rein, Head of Business Development bei Janitza, betont die Bedeutung digitaler Systeme im Vergleich zu den traditionellen analogen Messgeräten: „Ältere Geräte erfassen dynamische Last- und Energiewerte nicht präzise. Heute ist das eine zentrale Anforderungen. Digitale und modulare Systeme schaffen die nötige Flexibilität für unterschiedliche Anwendungen. Das ist entscheidend für moderne Unternehmen.“
Digitale Energiemanagementsysteme erfassen und verarbeiten Energie-, Prozess- sowie meteorologische Daten. „Dies ermöglicht eine tiefere Analyse und Interpretation der Daten, was für die Optimierung der Energieeffizienz entscheidend ist“, erklärt S. Rein.
Ein weiterer Punkt, ist die Integration von verschiedenen Datenquellen. Dafür ist die Kompatibilität zu unterschiedlichen Schnittstellen und Kommunikationsprotokollen wichtig.
Modularer Energieanalysator
Eine Antwort auf all diese Anforderungen bietet modulare Messtechnik - etwa in Form des modular erweiterbaren Energieanalysators UMG 800 von Janitza. Er ist perfekt für Abgangs- und Hauptmessungen geeignet. Das Basisgerät kann durch verschiedene Module ergänzt werden. „So können Anwender den Energieanalysator einfach an neue Anforderungen und Vorschriften anpassen sowie neue Funktionen und zusätzliche Messeingänge jederzeit und ohne großen Aufwand nachrüsten“, erklärt S. Rein.
Schon das Basisgerät UMG 800 ist mit 2 TE sehr platzsparend. Auch die ergänzenden Module sind kompakt, sodass sie problemlos in jeden Schaltschrank integriert werden können. Das intuitive Plug-and-play-System vereinfacht und beschleunigt die Installation. Dies senkt die Installationskosten signifikant.
Dank seiner vielfältigen Schnittstellen und Protokolle lässt sich das UMG 800 nahtlos in bestehende und übergeordnete Systeme integrieren und ermöglicht eine effiziente Datenübertragung in Echtzeit. Zusätzlich hat es einen internen Datenspeicher zur Datenvorhaltung.
„Mit den Modulen lässt sich das Basisgerät UMG 800 komplett an die Bedürfnisse und Anforderungen des jeweiligen Projekts anpassen. Diese Flexibilität zeichnet den Energieanalysator aus und macht ihn vielseitig einsetzbar“, erläutert S. Rein.
Das UMG 800 lässt sich mit Strommessmodulen auf bis zu 96 Strommesseingänge erweitern. Digitaleingänge werden über entsprechende Module ergänzt. Alle Module sind frei kombinierbar und passen sich an unterschiedliche Anforderungen an.
Übergabemodule ermöglichen die Anbindung von Messstellen bis zu 100 m Entfernung zwischen Basisgerät und Messpunkt. Für den Anschluss stehen 13 Modul-Slots zur Verfügung.
Die Erweiterungsmodule benötigen unterschiedlich viele Slots. Module ohne Slotbedarf können mehrfach eingesetzt werden.
Das UMG 800 eröffnet neue Möglichkeiten, besonders in Kombination mit der Netzvisualisierungssoftware Gridvis von Janitza. Mit ihr lassen sich komplexe Energiedaten in einer klaren Visualisierung zusammenführen, Lastspitzen identifizieren und Zusammenhänge zwischen Verbrauch, Betrieb und externen Faktoren offenlegen. Der Multiprotokoll-Server (MPS) ergänzt die Gridvis um OPC-UA-Konnektivität. Damit integriert er Messdaten nahtlos in Gebäudeleittechnik und weitere Systeme. Statt isolierter Dateninseln entsteht eine konsistente, durchgängige Datenbasis.