Das E-Haus auf der GET Nord bietet KI zum Anfassen. (Bild: Hamburg Messe und Congress/Rolf Otzipka)
KI ist zum Taktgeber für Innovationen geworden und hält vermehrt Einzug in die Gebäudetechnik. Denn KI macht Gebäude deutlich smarter, effizienter und leistungsfähiger. Eine aktuelle Analyse des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Lünendonk & Hossenfelder zum Potenzial von KI im technischen Facility Management kommt zu dem Ergebnis, dass KI nicht nur die Anlagenverfügbarkeit um rund 20 % erhöht, sondern durch vorausschauende Ermittlung von Wartungsintervallen – auch unter dem Begriff „Predictive Maintenance“ bekannt – unnötige Routine-Checks entfallen. Zudem ermöglichen KI-Technologien ein proaktives Sicherheitsmanagement. Beispielsweise identifizieren moderne Überwachungssysteme verdächtige Aktivitäten automatisch, ergänzt durch biometrische Zutrittskontrollen vom Fingerabdruck bis zum Iris-Scan für höchste Sicherheit. Mit ABB Stotz-Kontakt, Hager, Phoenix Contact, Schneider Electric und Siemens sind namhafte Anbieter von KI-gestützter Gebäudeautomation und Smart-Building-Systemen auf der GET Nord vertreten. Sie präsentieren zukunftsweisende Lösungen in den Bereichen Netzsteuerung, Automatisierung, Stromverteilung, Schaltanlagen, Gebäudeautomation, Brandschutz, Sicherheit, HLK-Steuerung und Energiemanagement für eine intelligente Gebäudeinfrastruktur.
Praxisbeispiele verdeutlichen das Potenzial
KI zum Anfassen bietet das 100 m2 große, begehbare E-Haus des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) in Halle B6, Stand 682. Hier können sich neben dem E- und SHK-Handwerk auch Architektinnen und Architekten, Planende sowie Verantwortliche in Immobilienunternehmen, der Wohnungswirtschaft und für das technische Facility Management herstellerneutral über intelligent vernetzte Funktionalitäten informieren. Gezeigt werden Lösungen aus Bereichen wie Energieeffizienz, KI-gestütztes Energiemanagement, Sicherheits- und Lichttechnik sowie Ladeinfrastruktur für Elektromobilität. Zudem ermöglichen sie altersgerechtes Wohnen unterstützt von KI und effizienteres Arbeiten im Büro durch Human Centric Lighting – ideal sowohl für die Nachrüstung bestehender Gebäude als auch für den Gebäudeneubau.
Ergänzend dazu ist am Verbändestand der norddeutschen E-Handwerke (Halle B6, Stand 672) die Zukunft der Elektrotechnik durch anschauliche Präsentationen innovativer Trends erlebbar. „KI in der Gebäudetechnik bedeutet spürbare Entlastung auf allen Ebenen: Von der automatisierten Angebotserstellung im Büro über die KI-gestützte Dokumentation auf der Baustelle bis hin zur intelligenten Fachplanung gewinnen wir wertvolle Ressourcen zurück, die wir für unser Kerngeschäft dringend benötigen. Damit macht KI das Elektrohandwerk nicht nur effizienter, sondern steigert auch dessen Attraktivität massiv. Wir sehen in der künstlichen Intelligenz einen der größten Hebel für die Zukunftsfähigkeit unserer Betriebe und fördern aktiv ihren Einsatz in Planung und Ausführung“, so Timm Göckens, Hauptgeschäftsführer NFE.