Einweihung des Gira-Solarparks

„Wir machen ernst mit der Energiewende“: Bei der feierlichen Einweihung des Gira-Solarparks betonte Gira-Geschäftsführer Dominik Marte (Mitte), dass sich das Unternehmen aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen für die Nutzung erneuerbarer Energien entscheiden hat. Zugleich kritisierte er mit deutlichen Worten Bestrebungen in Politik und Wirtschaft, den Klimaschutz zugunsten fossiler Energieträger zu relativieren. Gemeinsam mit seinen Geschäftsführungskollegen Christian Feltgen (l.) und Sebastian Marz (r.) dankte er im Namen von Gira allen, die zum Projekterfolg beigetragen haben. (Bild: Gira)

Der Gira-Solarpark belegt, dass Klimaschutz und Wirtschaftlichkeit nicht zwei verschiedene Paar Schuhe sind. So betragen die Entstehungskosten mit etwas über fünf Eurocent pro Kilowattstunde Strom weniger als ein Drittel des aktuellen Einkaufpreises. Aus diesem Grund strebt das Radevormwalder Familienunternehmen an, die Eigennutzung des selbst erzeugten Stroms zu maximieren. „Hier ist eine Quote von 70 % realistisch – vor allem dann, wenn wir für die Beheizung unserer beiden Standorte anstelle unseres mit Gas betriebenen Blockheizkraftwerks künftig Großwärmepumpen nutzen“, erläuterte Dietmar Daszkiewicz, der als Leiter des Gira-Facility-Managements die Errichtung und den Betrieb des Solar-Kraftwerks verantwortet. Um die Effizienz der Photovoltaik-Großanlage weiter zu verbessern, setzt der Mittelständler zudem auf die Einbindung von Speichertechnologien. „Die Planungen für den Einsatz von Großspeichern mit einer Kapazität von zwei bis drei Megawatt sind bereits angelaufen“, so D. Daszkiewicz. Durch die intelligente Verbindung von Stromerzeugung, -speicherung und ‑nutzung wird sich die Amortisationszeit der Gesamtinvestitionen von rund 8 Mio. € auf etwas mehr als sechs Jahre verkürzen.

Die ersten Werte, seitdem der Gira-Solarpark am 30. Juni 2025 in Betrieb gegangen ist, bestätigen die Prognosen aus der Projektplanung. Innerhalb des ersten Betriebsmonats hat die Anlage über 1,1 Mio. kWh Solarstrom erzeugt. Die Grundlast, die Gira für den Betrieb seiner Gebäude und Fertigungs- bzw. Logistikanlagen benötigt, stand durchweg zur Verfügung. Selbst an Tagen mit bewölktem Himmel betrug die erzeugte elektrische Leistung rund das Doppelte des benötigten Werts. „In den Betriebsstunden des Solarparks ist Gira komplett autark gelaufen, sodass wir keinen Strom zukaufen mussten“, führt Projektleiter D. Daszkiewicz aus.

Gira Giersiepen GmbH & Co. KG

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