Schneider und Wrenger zu anwendungsbezogenen Vorteilen

Porträt von Thomas Schneider, Sales Specialist bei Siteco: „Human Centric Lighting nimmt an Bedeutung für unsere Kunden zu, denn zunehmend rückt der Mensch in den Fokus der Unternehmen“.

Thomas Schneider, Sales Specialist bei Siteco: „Human Centric Lighting nimmt an Bedeutung für unsere Kunden zu, denn zunehmend rückt der Mensch in den Fokus der Unternehmen“ (Quelle: Siteco)

Welche anwendungsbezogenen Vorteile ergeben sich zum einen für den Systemintegrator und zum anderen für den Gebäudebetreiber bzw. -nutzer? 

T. Schneider: Gebäudebetreiber möchten sich nach der Installation auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, und zwar bei möglichst guten Lichtverhältnissen. Dank modernster Beleuchtungslösungen mit intelligenter Steuerung ist dies problemlos möglich. Die Gebäudebetreiber können damit das Licht jederzeit an ihre Bedürfnisse anpassen. Änderungen bzw. ein Austausch von Leuchten sind durch Haustechniker einfach möglich. Der Systemintegrator muss nur bei Sonderprojekten eingreifen. 

R. Wrenger: Der Systemintegrator profitiert insbesondere von der schnellen, einfachen Inbetriebnahme und problemlosen Anpassung an individuelle Nutzerbedürfnisse. Vorteile für die Gebäudebetreiber liegen in der Visualisierung zur Information der Gebäudenutzer und in der einfachen Änderung von Eckpunkten des dynamischen HCL-Verlaufs, abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse.

Inwieweit unterstützt bzw. vereinfacht die Twincat 3 Lighting Solution die einzelnen Arbeitsschritte vom Engineering bis hin zur Wartung?

T. Schneider: Die Lighting Solution auf Twincat-3-Basis ist einfach zu planen und in Betrieb zu nehmen. Das sind ausschlaggebende Faktoren. Außerdem gibt es viele Projekte, bei denen die Steuerung dezentral im Gebäude verteilt wird, was sich mit der Lösung optimal umsetzen und skalieren lässt.

R. Wrenger: Entscheidend sind dabei das Baukastensystem und die einfache Skalierbarkeit der Hardware und der Softwarefunktionalität. Insgesamt hat sich die Lichtlösung in der Praxis als leicht konfigurierbar erwiesen, zumal sie als fertig konfigurierte Plug-and-play-Ausführung verfügbar ist. Weiterhin wird die Arbeit dadurch erleichtert, dass keine Begrenzung der Dali-Linien vorliegt, eine Dali-Linien-unabhängige Gruppierung möglich ist und alle typischen Lichtregelungen integriert sind. Die Umsetzung von HCL unterstützt die Twincat 3 Lighting Solution insbesondere durch die voll integrierte Funktion der Farbtemperatur­einstellung, eine frei einstellbare Verlaufskurve von Farbtemperatur und Dimmstellung, die Beleuchtungssteuerung wahlweise per Start-/Stoppzeit oder Sonnenauf-/-untergang sowie die vollständige Integration der Dali-DT8-Norm.

Welche Vorteile sehen Sie allgemein im Standard Dali-2 und speziell in der Umsetzung durch Beckhoff?

T. Schneider: Die größten Vorteile liegen in der einheit­lichen Kommunikation und echten Verfügbarkeit von Sensoren auf dem Bus. Insellösungen und herstellerspezifische Dali-Abwandlungen führten in der Vergangenheit immer zu komplexen Problemen und hohem Service­aufwand. Seit der konsequenten Nutzung des Dali-2-Standards gab es keine nennenswerten Schwierigkeiten mehr.

R. Wrenger: Zentraler Aspekt ist die Sicherstellung der Interoperabilität bzw. Kompatibilität der Lichtsteuerung zu verschiedenen Dali-Sensoren und Dali-EVG. Erweiterte Funktionen wie das Monitoring von energie- und zustandsrelevanten Daten für Anlagenoptimierung und vorausschauende Wartung sind weitere wichtige Vorteile.

4 / 5

Ähnliche Beiträge