Auf die harte Tour

Die zentrale Kaltwassererzeugung

Die zentrale Kaltwassererzeugung für raumlufttechnische Anlagen und industrielle Produktion liegt häufig im Außenbereich oder auf Dachflächen von Gebäuden. Geräteanschlüsse müssen daher neben der hohen IP-Schutzart auch witterungsbeständig sein. (Quelle: Phoenix Contact)

Schutzarten bis IP69 und eine Schlagfestigkeit bis IK08

Schutzarten bis IP69 und eine Schlagfestigkeit bis IK08 sichern die Stromverteilung auch unter extremen Bedingungen. (Quelle: Phoenix Contact)

Der robuste Umgang auf der Baustelle und die Notwendigkeit, wetterbeständige Anschlüsse zu realisieren, fordern Geräte- und Anlagenentwickler heraus. Einerseits sind Energie-, Signal- und Datenverbindung zu realisieren, andererseits müssen Anschlüsse robust sein und eine hohe IP-Schutzart von mindestens IP6X mitbringen. Zudem müssen sie UV-beständig sein, um sie auf Dachflächen und im Außenbereich installieren zu können. Solche Anforderungen schränken die Auswahl geeigneter Anschlusssysteme deutlich ein.

Die Serie PRC von Phoenix Contact bietet Produktentwicklern ein umfangreiches Portfolio von Rundsteckverbindern und eine umfangreiche Auswahl von konfektionierten Anschlussleitungen an. Spezielle Gehäuseeinsätze ermöglichen zudem einen definierten Anschlusspunkt am Feldgerät und stellen somit die Schnittstelle zur Feldverkabelung her.

Die solide Basis – der Eignungsnachweis für Steckverbinder

Wir alle nutzen täglich verschiedene Arten von Steckverbindern für die verschiedensten Anwendungen. Den umgangssprachlichen „Schuko-Stecker“ für den Staubsauger, den „USB-C“ zum Aufladen des Smartphones und den „Typ 2“ für das Elektrofahrzeug. Die Anwendung im Haushalt, in der Kommunikationstechnik oder am Fahrzeug entscheidet über die unterschiedliche Form und Größe der Steckverbinder. Normen regeln, was bei der Konstruktion von Steckverbindern zu beachten ist. Die Sicherheit für den Anwender ist das oberste Ziel einer jeden Norm.

Normen wie die IEC 61984 beschreiben grundsätzlich Sicherheitsanforderungen und Prüfungen für Steckverbinder. Darüber hinaus gibt es anwendungsspezifische Normen wie die IEC 61535, die Installationssteckverbinder für dauernde Verbindungen in festen Installationen beschreibt. Beide Normen zusammen bilden eine solide Basis für die Energieverteilung.

Der Teufel steckt im Detail

Wartungseinsätze und Ausfälle, die Notdienste beheben müssen, erzeugen erhebliche Kosten. Wenn Anlagen ausfallen, ist dies häufig auf eine falsche Auswahl der Komponenten zurückzuführen. Das gilt für Festigkeit von Drehlagern, Korrosionsschutz für Metalle und auch für die elektrischen Schnittstellen. Das schwächste Glied in der Kette bestimmt die Zuverlässigkeit der gesamten Anlage.

Doch worauf sollten Planer achten? Die elektrischen Kennwerte wie Strom, Spannung und der benötigte Leiterquerschnitt sind in der Regel bekannt. Genauer sollte auf die Dichtigkeit geschaut werden. Die IP-Schutzart nach IEC 60529 definiert den Schutz vor Berührung und Fremdkörpern sowie vor Wasser (zum Beispiel IP65). Die Interpretation der IP-Schutzart erfolgt in der Regel nach dem Motto: Je höher, desto dichter. Dies trifft allerdings nur für die erste Ziffer zu, denn IP6X steht zum Beispiel für vollständigen Berührungsschutz und Staubdichtigkeit. Mehr geht nicht. Für die zweite Ziffer gibt es jedoch aufeinander aufbauende Gruppen. Die Schutzart IPX6 (starkes Strahlwasser) baut zum Beispiel auf die IPX5 (Strahlwasser) auf. IPX8 (dauerhaftes Untertauchen) baut auf die IPX7 (zeitweiliges Eintauchen) auf und IPX9 steht für Hochdruckreiniger- und Dampfstrahlbeständigkeit.

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