Makerspace-Projekte zwischen Planungskompetenz und Systemintegration (Quelle: Wista Management/berlin-eventfotograf.de)
Wer heute einen Makerspace für professionelle Settings plant, sieht sich mit Anforderungen konfrontiert, die weit über die klassische Werkstattausstattung hinausgehen. Ein moderner Innovationsraum muss heute zwei Welten vereinen: die digitale Rapid-Prototyping-Area mit 3DDruck, Lasercutter oder VR-Equipment und die analoge Werkstatt, die Möglichkeiten für Metall- und Holzverarbeitung oder Elektronikfertigung bietet.
Stimmiges Gesamtkonzept
Die Herausforderungen bei Planung und Umsetzung eines solchen professionellen Makerspace sind dabei vielfältig und interdisziplinär. Es gilt, Kenntnisse über Energieverteilung, Sicherheitsnormen, Maschinenintegration, Belüftungskonzepte, Schallschutz und ergonomische Nutzeranforderungen in einem stimmigen Gesamt konzept zu bündeln. Gerade bei Projekten in Bestandsgebäuden – also der Umnutzung von Büro- oder Schulungsflächen – stoßen Projektverantwortliche schnell an Grenzen. Hier müssen Faktoren wie Bodenlast, Lärmemissionen in benachbarten Bürobereichen und die autarke Luftführung für gesundheitsgefährdende Stäube oder Dämpfe unter einen Hut gebracht werden.
Von Analyse bis Inbetriebnahme
Um derartige Projekte nicht an der Schnittstellenkomplexität scheitern zu lassen, verfügt Conrad Electronic über ein eigenes „Project Business“-Team. Der Technikexperte hat sich vom klassischen Händler zur B2B-Beschaffungsplattform entwickelt und begleitet als Full-Service-Partner auch komplexe Projekte. Das Projektgeschäft-Team agiert dabei als Schnittstellenmanager, der Geschäftskunden von der ersten Bedarfsanalyse bis zur Inbetriebnahme begleitet.
Sieben Schritte zum Makerspace
Ob Konferenzraum, Werkstatt oder Labor: Komplexe Projekte erfordern Detailwissen, Projekterfahrung und eine stringente Planung. Bei umfangreicheren Projekten, etwa der Konzeption und Umsetzung eines professionellen Makerspace, können in der Regel sieben Projektphasen ausgemacht werden:
- Auftragsklärung: Hier liegt der Fokus auf der technischen Bedarfsanalyse. Welche Arbeitsprozesse sollen abgebildet werden? Welche Schnittstellen zur Gebäudetechnik (Starkstrom, Daten, Absaugung) sind zwingend?
- Konzeption: Auf Basis baulicher Rahmenbedingungen wird ein Layout erstellt, das Arbeitsbereiche, Sicherheitszonen und die Maschinenlogistik definiert – unter engem Abgleich mit Elektro- und Fachplanern vor Ort.
- Raumplanung: Jetzt fließt Ingenieurwissen ein. Gewicht, Schwingungsverhalten der Maschinen und Wärmeentwicklung müssen erfasst werden, um das Layout statisch und energetisch abzusichern.
- Selektion: Herstellerunabhängig erfolgt die Auswahl der Komponenten. Besonderer Wert wird hierbei auf Normkonformität und Kompatibilität mit der vorhandenen Infrastruktur gelegt.
- Beschaffung & Logistik: Die Bündelung von Waren aus dem Conrad-Sortiment sowie externer Speziallösungen reduziert den administrativen Aufwand massiv.
- Aufbau & Integration: Ein Kernteam koordiniert die Montage und Verkabelung, inklusive kurzfristiger Anpassungen an die Baugegebenheiten vor Ort.
- Inbetriebnahme & Schulung: Abschließend werden Nutzer eingewiesen und Werkstattleiter befähigt, Wartungszyklen eigenständig zu steuern.