Mobile Batterie-Energiespeicher: Flexibel, Effizient und Nachhaltig (Quelle: Phoenix Contact)
Wo elektrische Energie benötigt wird, steht längst nicht immer ein stabiles Netz zur Verfügung. Gleichzeitig geraten dieselbetriebene Generatoren zunehmend unter Druck, sei es durch Emissionsvorgaben, Lärmschutzauflagen oder steigende Betriebskosten. Mobile Batterie-Energiespeicher schließen diese Lücke. Sie liefern Strom genau dort, wo er kurzfristig gebraucht wird, und eröffnen neue Freiheitsgrade für eine flexible, autarke Energieversorgung, von der Baustelle bis zum temporären Event.
Vom Werkzeugakku zum Hochleistungsspeicher
Im privaten Umfeld sind sie längst selbstverständlich, tragbare 18-V-Akkus für Werkzeuge und andere mobile Stromaggregate. Warum also diesen Ansatz nicht in größere Leistungsklassen übertragen? Mobile Batterie-Energiespeichersysteme versorgen elektrische Verbraucher überall dort mit Energie, wo kein Netzanschluss vorhanden oder wirtschaftlich sinnvoll ist. Dazu zählen Baustellen, Infrastrukturprojekte, Bergbauanwendungen, Skigebiete oder temporäre Veranstaltungsflächen. Sie übernehmen die Stromversorgung von Maschinen, Beleuchtungssystemen oder Ladeinfrastrukturen und schaffen damit die Grundlage für emissionsfreie, netzunabhängige Betriebskonzepte.
Besonders wirtschaftlich sind mobile Energiespeicher in Anwendungen mit saisonaler oder zeitlich begrenzter Nutzung. Statt kostenintensive Netzanschlüsse zu errichten, lassen sich die Speicher bedarfsgerecht an unterschiedlichen Standorten einsetzen. Nach dem Einsatz können sie zum Laden an einen geeigneten Netzanschlusspunkt zurückgebracht werden. Das reduziert Investitionskosten und entlastet lokale Stromnetze. Mittels modularer Konzepte lassen sich Energieinhalt und Leistung flexibel an die jeweilige Anwendung anpassen. Systeme mit mehreren Hundert Kilowattstunden Speicherkapazität ermöglichen so eine skalierbare Energieversorgung für unterschiedliche Einsatzszenarien.
Komponenten im Härtetest
Vor allem im Feldeinsatz müssen Komponenten für mobile Speichersysteme Schmutz, Wasser, Vibration und hohe mechanische Belastungen aushalten. Gleichzeitig müssen sie eine zuverlässige Übertragung von Energie, Daten und Signalen sicherstellen. Schon beim Blick von außen auf das System fällt die robuste Verbindungstechnik von Phoenix Contact ins Auge, etwa CCS-Stecker für das Schnellladen mit Gleichstrom und dazugehörigen Ladedosen für alle Regionen sowie die widerstandsfähigen Heavycon-Steckverbinder.
Auch im Innenleben des mobilen Batteriespeichers kommen robuste Komponenten von Phoenix Contact zum Einsatz – von Batteriepol-Steckverbindern über Steuerungen in Schutzart IP65/67 bis hin zu Überspannungsschutz, Energiezählern und redundanten Stromversorgungen. Aus all diesen Bausteinen entstehen passgenaue, optimal aufeinander abgestimmte Systeme für kurze Time-to-Market-Zyklen.
Eine besondere Rolle spielt PLCnext Technology: Offene Steuerungen ermöglichen gängige Kommunikationsstandards, wie Modbus RTU/TCP, CAN oder CANopen – essenziell für die Steuerung innerhalb eines mobilen Energiespeichers. Außerdem erfüllt PLCnext Technology hohe Sicherheitsstandards, wie die neue EU-Richtlinie NIS2 und den Cyber Resilience Act (CRA). Diese Anforderungen fließen auch in alle zukünftigen Produkte von Phoenix Contact ein, die eine Kommunikationsschnittstelle nach außen haben, da auch die Batteriespeichersysteme als Teil der kritischen Infrastruktur zunehmend in das Visier von Cyber-Angriffen geraten.
Um sich vor starken Erschütterungen und den rauen Bedingungen auf Baustellen zu schützen, fließt bereits am Anfang des Designprozesses fachkundige Expertise ein, die Phoenix Contact durch jahrelange Erfahrung mit DNV-GL-Standards für die Integration in Schiffsanwendungen oder auch der elektromagnetischen Verträglichkeit sammeln konnte.