Flexibel ausbaubar
Jeder Switch wird über je vier 64-faserige, 32 SN-Ports umfassende Singlemode-Trunkkabel mit dem Patchverteiler verbunden, ein Trunk pro Switch-Blade. Zum Start wurden die vier Blades pro Switche nur mit je sechs anstatt der maximal möglichen acht SN-Quad-Transceiver bestückt. Zudem sind zunächst nur vier der acht möglichen Blades pro Switch eingesetzt.
Die SN-Trunkpeitschen sind jedoch bereits für die höhere Ausbaustufe konfektioniert; die zunächst überzähligen beiden Vierergruppen pro Switch-Blade liegen daher bereits im Inneren der SMAP-G2-2HE-Trunkaufnahmegehäuse direkt unterhalb der Switche bereit. Werden die Switch-Blades später mit den beiden fehlenden Transceivern nachgerüstet, können diese mit einem einfachen Handgriff mittels der beiden bereitliegenden SN-Steckerpeitschen angeschlossen werden.
Investitionssicheres Systemkonzept
Im Patchverteiler sind Preconnect-SMAP-G2-SD-19-Zoll3-HE-Gehäuse von Rosenberger OSI im Einsatz, welche sich durch die hohe Modularität ihrer Front- und Rückseite und ihres kunststoffreduzierten Designs durch eine niedrige Brandlast auszeichnen. Die modulare Front- und Rückwand ermöglichen die anwenderfreundliche, werkzeuglose Installation weiterer Trunks bei Nachbestückung der Switche mit weiteren Blades. Das 19-Zoll-Gehäusesystem ist in verschiedenen Varianten mit unterschiedlicher Portzahl und -ausführung mit einer, zwei, drei oder fünf HE in 200 mm oder 300 mm Tiefe erhältlich. Zur servicefreundlichen Montage tragen zum einen der modulare Aufbau bei, als auch die Preconnect-Vierkantschnittstelle, die eine werkzeuglose Befestigung der Trunkkabel ermöglichen. Hinzu kommt eine Vielzahl von leicht austauschbaren Rückwänden zur Kabelabfangung. Zudem ist ein Mischbetrieb von LWL- und Kupferverkabelungen möglich.
Sollten die Switches bei einem künftigen Technologie-Update gegen Geräte mit einem anderen Steckergesicht ausgetauscht werden, können die Trunks mit ihren SN-Steckerpeitschen auf der Switchseite weiterverwendet werden. Die Teilfrontplatten mit Bürstenleisten in den SMAP-G2-19-Zoll-2HE-Trunkaufnahmegehäusen direkt unter den Switchen werden gegen solche mit SN-Kupplungen ausgetauscht. Mittels hybriden SN-auf-Stecker-X-Patchkabel lassen sich die Trunks weiternutzen, im Patchverteiler muss nichts geändert werden, sodass die hier eingesetzte LWL-Verkabelung einen hohen Investitionsschutz gewährleistet und die Umrüstung mit geringem Aufwand ermöglicht.
Fazit
Für moderne Rechenzentren sind Bandbreiten von 400 G inzwischen „state of the art“, 800 G und 1,6 T stehen bereits in den Startlöchern. Zudem gehen die Innovationen bei der Steckertechnik weiter. Doch wie schnell sich der Bedarf an noch mehr Rechenleistung und Bandbreite ändert – und damit ein Update der Netzwerk-Komponenten nötig wird – lässt sich seriös nicht abschätzen.
Für Rechenzentrumsbetreiber, wie hier die Rewe Group, ist es daher ein großer Vorteil, wenn die Investition von heute beim nächsten Technologie-Update nicht komplett verloren ist, sondern angepasst werden kann. Servicefreundliche, modulare Komponenten, die sich an künftige Standards anpassen lassen, reduzieren den Umbauaufwand, vermeiden unnötige Kosten für Neuanschaffungen und dienen nicht zuletzt auch den Nachhaltigkeitsbemühungen, indem die Lebensdauer verlängert und damit Ressourcen geschont werden.

