Mirco Sachse ist Geschäftsführer der Infiprotec GmbH (Quelle: Infiprotec GmbH)
„Die intelligente Technik wird dabei in Brandschutztechnik wie Brandmeldeanlagen, kurz BMA, integriert und optimiert so den vorbeugenden Brandschutz“, sagt Mirco Sachse, Geschäftsführer der Infiprotec GmbH, die sich auf moderne und nachhaltige Brandschutzlösungen spezialisiert hat.
Brandschutz wird Teil des digitalen Gebäudemanagements
In modernen Gebäuden sind Brandmeldeanlagen längst keine Insellösungen mehr. Über intelligente Gebäudeleittechnik und standardisierte Schnittstellen werden sie mit weiteren sicherheitsrelevanten Gewerken vernetzt. Im Alarmfall greifen die verschiedenen Systeme automatisiert ineinander. „BMA erkennen beispielsweise einen Brand frühzeitig und leiten die notwendigen Maßnahmen ein. Je nach Gebäudekonzept werden Wassernebel- oder auch Gaslöschanlagen aktiviert, um den Brand bereits in der Entstehungsphase einzudämmen“, erläutert M. Sachse und ergänzt: „Gleichzeitig schließen Brandschutztüren, Rauch- und Wärmeabzugsanlagen werden im Bedarfsfall gesteuert, Lüftungsanlagen abgeschaltet und Aufzüge in eine sichere Position gefahren. Parallel erhalten Sicherheitsverantwortliche und – sofern gewünscht – die Feuerwehr alle relevanten Informationen in Echtzeit.“
Intelligente Vernetzung für mehr Sicherheit
Die Stärke eines Smart Buildings liegt dabei im Zusammenspiel der einzelnen Systeme. Während die Brandmeldeanlage den Brand detektiert und lokalisiert, stimmen Gebäudeautomation und Löschtechnik ihre Maßnahmen automatisch aufeinander ab. In Rechenzentren oder Serverräumen können beispielsweise Gaslöschanlagen ausgelöst werden, ohne empfindliche Technik durch Löschwasser zu beschädigen. In Produktions- oder Logistikhallen kommen häufig Sprinkler- oder Wassernebelsysteme zum Einsatz, die den Brand gezielt bekämpfen und gleichzeitig die Ausbreitung eindämmen. „Zudem lassen sich Alarmmeldungen präziser lokalisieren und betroffene Bereiche schneller identifizieren. Gerade in komplexen Bürogebäuden, Einkaufszentren, Logistikzentren oder Industrieanlagen verbessert die intelligente Vernetzung damit auch die Evakuierung, reduziert Reaktionszeiten und trägt dazu bei, Personen zu schützen sowie Sach- und Betriebsausfälle zu minimieren“, so der Brandschutzexperte.
Technik von Beginn an aufeinander abstimmen
Die digitale Vernetzung erleichtert aber nicht nur den Betrieb, sondern auch die Wartung von Brandschutzsystemen. Störungen oder Ausfälle werden frühzeitig erkannt und können gezielt behoben werden, bevor sie die Betriebssicherheit beeinträchtigen. Darüber hinaus lassen sich Prüfungen, Wartungsintervalle und Systemzustände zentral dokumentieren und verwalten. Betreiber erhalten jederzeit einen Überblick über den Zustand ihrer brandschutztechnischen Einrichtungen und können Wartungsmaßnahmen effizient planen. „Doch nur wenn Brandmeldeanlagen, Löschtechnik, Gebäudeautomation und weitere sicherheitsrelevante Systeme von Beginn an aufeinander abgestimmt sind, lassen sich die Potenziale intelligenter Gebäude vollständig ausschöpfen. Gleichzeitig müssen alle Komponenten den geltenden Normen und Richtlinien entsprechen und regelmäßig geprüft werden. Denn auch im Smart Building gilt: Moderne Technik entfaltet ihren Nutzen nur dann, wenn sie zuverlässig funktioniert und optimal auf das jeweilige Gebäude abgestimmt ist“, sagt M. Sachse abschließend.