Leiteranschluss kann so einfach sein

Abbildung von Tunnelbeleuchtung in IDC-Technik: Auch unter extremen Bedingungen arbeitet das Installationssystem zuverlässig.

Tunnelbeleuchtung in IDC-Technik: Auch unter extremen Bedingungen arbeitet das Installationssystem zuverlässig. (Quelle: Phoenix Contact GmbH & Co. KG)

Vereinfacht wird der Anschluss durch die Quickon-Schnellanschlusstechnik. Sie basiert auf der IDC (insulation displacement connection)-Schneidklemmtechnik und ist für Anwendungen konzipiert, bei denen Rundleitungen rationell vor Ort angeschlossen werden sollen. Die Verbindung ist jederzeit wieder lösbar, und die Komponenten sind mehrfach verwendbar. Bei diesem Anschlusssystem wird eine mehrpolige Leitung mit wenigen Handgriffen angeschlossen. Die Schnellanschlusstechnik stellt beim Festdrehen den Kontakt und die Zugentlastung automatisch her. Die schnelle und einfache Handhabung des Quickon-Schnellanschlusses ist der Grund dafür, dass die Anschlusszeit um bis zu 80 % verkürzt wird.

Die Baureihe QPD bietet alle wesentlichen Komponenten für die Energieverteilung und eignet sich besonders für Applikationen mit eingeschränktem Installationsraum. Das Programm umfasst:

  • Wanddurchführungen: Die Wanddurchführungen sind von außen anschließbare Kabelverschraubungen. Durch ihren Einsatz müssen Geräte zum Anschluss der Leitungen nicht mehr geöffnet werden. Somit wird die spezi­fische Schutzklasse des Herstellers sichergestellt.
  • Leitungsverbinder: Zur Leitungsverlängerung oder Reparatur bietet sich der Leitungsverbinder an. In Kombination mit dem Steckverbinder kann der Leitungs­verbinder als flexible Kupplungsverbindung genutzt werden.
  • Steckverbinder: Für einen schnellen Geräteaustausch im Servicefall oder bei Installationen mit vorkonfektionierten Leitungen ist der Steckverbinder mit voreilendem PE-Kontakt besonders geeignet. Er ist zudem gegen Fehlstecken codiert.
  • T-Verteiler: Mithilfe des kompakten T-Verteilers kann auf einfache Art und Weise eine Stichleitung für Verbraucher installiert werden.
  • H-Verteiler: Der H-Verteiler fungiert als kompakter, robuster und schnell anzuschließender Klemmenkasten. Die vier Anschlüsse sind parallel miteinander verbunden und ermöglichen so zusätzlich die Verwendung als Sternverteiler.

Neu im Programm hat Phoenix Contact die Steckverbinderserie IPD, die über die inzwischen weit verbreitete Push-in-Anschlusstechnik verfügt. Sämtliche Steckverbinder dieser Serie sind auf den Geräteanschluss in der Schutzart IP68 ausgelegt. Dadurch eignet sich die Serie für den Einsatz unter widrigen Bedingungen. Auf der Geräteseite ermöglicht die Feder-Direktstecktechnik den Einsatz von Robotern bei der werksseitigen Verdrahtung, und auf der Feldseite die Verwendung von drei- und fünfpoligen Leitungen bis 2,5 mm². Damit erfüllt die Serie die gängigen Industriestandards und ist qualifiziert für den Einsatz im Außen- und Feuchtbereich.

Installationen in Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen

Weitverzweigte Industrieanlagen und Infrastruktureinrichtungen stellen weitere Anforderungen an die eingesetzten Komponenten. Im Wartungsfall vereinfachen steckbare Anschlusslösungen den Austausch defekter Anlagenteile. Was für Industrieumgebungen gilt, ist auch für Infrastruktur-Applikationen anwendbar. Ob Gebäude-, Straßen- oder Tunnelbeleuchtung – das QPD-System bietet mit dem Baukastensystem Lösungen für eine durchgängige und widerstandsfähige Energieverteilung.

Neben technischen Aspekten werden auch Anforderungen an das Design immer wichtiger. Weil Wanddurchführungen direkt mit dem Gerät verbunden sind, müssen sie das Erscheinungsbild der Geräte auch optisch abrunden. Bei Geräten im Sichtbereich – etwa bei der Leuchtentechnik – sind die Designanforderungen besonders hoch. So hat Phoenix Contact die neue IPD-Serie speziell für den Leuchtenanschluss entwickelt und designed. Die Serie eignet sich aufgrund der Schutzart IP68 für alle Anwendungen in feuchten und rauen Umgebungen. Durch das „stylische“ Design passt das IPD-System auch zu innovativen neuen Leuchten für den Außenbereich. Und durch die Direktstecktechnik werden die Verbinder dieser Serie bequem angeschlossen, was die Arbeit des Installateurs im Feld vereinfacht und zur Fehlervermeidung beiträgt.

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Thorsten Friedrich ist als Produktmanager in der Business Unit IFC für die Phoenix Contact GmbH & Co. KG in Blomberg tätig.
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