Power-Management-Systeme entlarven Ursachen
Einen Ansatz, um die Quelle der verschmutzten Netze zu identifizieren und wieder "Clean Power" in der Niederspannungsanlage fließen zu lassen, bieten ganzheitlich integrierte Power-Management-Systeme. Mit dem vollständigen Zugriff auf umfängliche Messdaten analysieren sie Netzereignisse und erlauben prädiktive Analysen und präventive Maßnahmen. Voraussetzung hierfür ist der Einsatz leistungsfähiger Mess- und Analysesysteme. Hier bietet die Industrie heute differenzierte Produkte an, deren Leistungsspektrum oft über normative Anforderungen hinausgeht.
Mit einer zertifizierten Genauigkeitsklasse von 0,1 S ist beispielsweise der Netzanalysator Power Logic ION9000 von Schneider Electric ein präzises Messgerät. In Verbindung mit der Software Eco Struxure Power Monitoring Expert liefert das Gerät neben präzisen Messdaten zielführende Auswertungen wie die intelligente Ereignisanalyse: Erfasste Werte werden automatisch korreliert und zeigen zugehörige Trends, Ereignisse und Störschriebe auf der Grundlage von Zeit und Art des Vorfalls auf. Das erspart aufwendige Recherchezeit und liefert wichtige datenbasierte Aussagen und Erkenntnisse über Vorfälle vor und nach dem Störereignis. Auf Basis der Analysen lassen sich passend zugeschnittene Optimierungsansätze bewerten, planen und dimensionieren, zum Beispiel die Senkung der Oberschwingungsbelastung durch aktive Filter wie "Accu-Sine PCSn."
Fazit
Mit dem Ergreifen von Energieeffizienzmaßnahmen wie dem Austausch veralteter Komponenten durch intelligente Mess- und Steuerungsgeräte oder Antriebe und der Implementierung moderner Gebäude- und Anlagenautomation wollen Betriebsleiter und Facilitymanager die Produktivität steigern und die Gesamtbetriebskosten senken. Dies gelingt über vorausschauende Wartung von Komponenten und Anlagen sowie über das Management der Energieströme. Die hierfür eingebrachten Komponenten bringen jedoch eine Vielzahl an nichtlinearen Lasten mit sich, die ihrerseits die Qualität der Netze maßgeblich negativ beeinflussen. Um dieses Energieparadoxum aufzulösen, ist der Einsatz von Power-Management-Systemen unabdingbar.
Die präzisen Mess- und Analysetools eines PMS identifizieren die Ursachen für unsaubere Netze und erlauben aufgrund von Netzanalysen präventive Maßnahmen wie aktive Filter. Diese "säubern" den Energiefluss in die Niederspannung, sie senken die betrieblichen Folgekosten wie Instandhaltung und Energieverbrauch und tragen letztendlich signifikant zur Verbesserung der Gesamtbetriebskosten bei.