Dr. Timo Berger (Chief Technology Officer), Dr. Sebastian Durst (Chief Executive Officer), Dr. Christian von Toll (Chief Sales Officer) und André Sombecki (Chief Financial Officer) (v.l.n.r) (Bild: Weidmüller)
Mit dem Bau des Elektronikwerks in Detmold setzt das Familienunternehmen ein Zeichen für die Zukunft des Industriestandorts Deutschland. Der Neubau in der Ohmstraße wird für die Produktion von Elektronikkomponenten genutzt. Im neuen Gebäude sind unter anderem die Leiterplattenbestückung, die Kunststofffertigung, die Montage sowie logistische Prozesse untergebracht.
„Unsere Entscheidung, das neue Elektronikwerk in Detmold zu bauen, haben wir ganz bewusst getroffen. An unserem Hauptsitz profitieren wir von Verbundvorteilen wie der Nähe zu unserer Entwicklungsabteilung sowie zu unserem Maschinen- und Anlagenbau, inklusive Werkzeugbau“, stellt Dr. Sebastian Durst, Vorstandsvorsitzender der Weidmüller-Gruppe, heraus und ergänzt: „Unser neues Werk zahlt voll in unsere Strategie ‚In der Region, für die Region‘ ein: In Deutschland produzieren wir hauptsächlich für den europäischen Markt, um uns – auch vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen – regional resilient aufzustellen und Störungen in den Lieferketten vorzubeugen.“
Raum für Innovationen
Das neue Fertigungsgebäude ist auf Wachstum ausgelegt: Bis 2030 ist eine Verdopplung der Maschinen und Anlagen geplant. Auch die Erhöhung der Mitarbeiterzahl von 70 auf 300 ist in diesem Zeitraum geplant. Mit dem Werk unterstreicht Weidmüller sein Engagement für Innovationen und technologische Pionierleistungen: „Durch das Elektronikwerk eröffnen sich für uns völlig neue Möglichkeiten, Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Als Technologietreiber werden wir Elektronikinnovationen entwickeln und produzieren, mit denen wir die Megatrends Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung mitgestalten. Kurzum: Hier entsteht Zukunft“, erklärt der Weidmüller-CEO.
Nachhaltiges Gebäude- und Baukonzept
Bei der Planung der mehrgeschossigen Produktionshalle mit einer Nutzfläche von knapp 19.000 m2 stand eine hohe Energieeffizienz im Fokus. Reversible Wärmepumpen werden zur Beheizung und zur Kühlung der Halle eingesetzt. Auch die Wärmerückgewinnung aus Produktionsabwärme wird gewährleistet. Darüber hinausgehende Wärmebedarfe werden über Fernwärme abgedeckt. Die Dachfläche des Gebäudes ist mit einer 640-kWp-Photovoltaikanlage ausgestattet, so dass die Sonnenenergie weite Teile des Energiebedarfs abdecken kann, der für den Betrieb des Werks benötigt wird.