Wie Codierungen bei Steckverbindern die Sicherheit erhöhen (Quelle: all_about_people@shutterstock/Phoenix Contact)
Ob USB-C am Handy, der Netzstecker am Toaster oder der Datenanschluss am Industrie-PC – jedes System hat seine eigene Steckform. Die unterschiedlichen Gesichter verhindern, dass Systeme miteinander verbunden werden, die nicht kompatibel sind. Dies betrifft vor allem Leistung, Signale und Daten. Bei der Übertragung von Signalen und Daten funktionieren falsch angeschlossene Systeme einfach nicht. Gefährlich wird es jedoch, wenn Signale und Daten mit Leistung vertauscht werden. Dies kann ernsthafte Schäden an den Geräten verursachen und sogar eine Gefahr für den Anwender bedeuten.
Fehlstecken vermeiden bei Hybridwechselrichtern
Seit Jahren wird im Bereich der privaten Aufdachanlagen die Einbindung von Batteriespeichersystemen immer interessanter. Sie dienen zur Steigerung des Eigenverbrauchs der selbst erzeugten Energie. Daher bieten viele Photovoltaikwechselrichter mittlerweile die Möglichkeit Batteriespeichersysteme einzubinden. Sogenannte Hybridwechselrichter wandeln den erzeugten DC-Strom der Photovoltaikmodule in AC-Strom um und ermöglichen gleichzeitig die Speicherung des überschüssigen Stroms in Batterien. Sie kombinieren die Funktionen eines klassischen Wechselrichters mit einem Energiemanagementsystem für das Batteriespeichersystem.
Bei kleineren Systemen bis circa 40 A je Ein-/bzw. Ausgang kommen Photovoltaik-DC-Steckverbinder in Betracht. Trotz räumlicher Trennung und eindeutiger Beschriftung am Anschluss-Panel besteht die Gefahr eines Fehlsteckens bei der Verwendung gleichartiger und „kompatibler“ Steckverbinder. Vertauscht die Installationsfachkraft den Anschluss von PV-Modulen und der Batterie, kann dies zu Fehlfunktionen und Beschädigungen an den elektrischen Komponenten führen. Eine noch größere Gefahr besteht bei der Anlieferung und Montage der Batteriemodule. Sind diese mit Photovoltaik-Steckverbindern ausgestattet, kann aus Unachtsamkeit oder Unwissenheit der Plus- und der Minus-Eingang miteinander verbunden werden. Dies führt zu einem Kurzschluss der Batterie und kann einen Brand auslösen. Mechanisch und farblich codierte Batteriesteckverbinder, die eine eindeutige Unterscheidung und Nicht-Kompatibilität zu Photovoltaik-Steckverbindern bieten, sind hier die Lösung für Gerätehersteller.
Hersteller von Photovoltaik- und Batterie-Steckverbindern bieten entsprechende Produkte an. Am Beispiel der Steckverbinder von Phoenix Contact erkennt man den Unterschied im Steckgesicht (Bild 1). Im Vergleich zu den untereinander kompatiblen Photovoltaik-Steckverbindern der Sunclix-Serie (rechts) gibt es auch die ESS-Steckverbinder in der gleichen Leistungsklasse mit codiertem Steckgesicht (links). Deutlich sichtbar ist die ausgeklügelte Nut- und Federkontur der ESS-Steckverbinder, die auch farblich (blau/rot) abgesetzt sind. Installateure werden so einfach und effektiv vor Fehlstecken geschützt.