KI und autonome Gebäude

Wenn Gebäude in ausreichendem Umfang für die Erzeugung erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz nachgerüstet werden, lassen sich ihre Emissionen drastisch senken.

Wenn Gebäude in ausreichendem Umfang für die Erzeugung erneuerbarer Energien und zur Steigerung der Energieeffizienz nachgerüstet werden, lassen sich ihre Emissionen drastisch senken. (Quelle: Siemens)

Im Laufe der Zeit werden KI und Gebäudeautonomie eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung von Gebäuden spielen.

Im Laufe der Zeit werden KI und Gebäudeautonomie eine wichtige Rolle bei der Dekarbonisierung von Gebäuden spielen. (Quelle: Siemens)

Die Dekarbonisierung von Gebäuden erfordert die Abkehr von fossilen Brennstoffen, die Elektrifizierung von Systemen und die Steigerung der Energieeffizienz. Dabei fallen riesige Datenmengen an, die effektiv verwaltet werden müssen.

Die Dekarbonisierung von Gebäuden erfordert die Abkehr von fossilen Brennstoffen, die Elektrifizierung von Systemen und die Steigerung der Energieeffizienz. Dabei fallen riesige Datenmengen an, die effektiv verwaltet werden müssen. (Quelle: Siemens)

Darüber hinaus wird erwartet, dass von allen Instrumenten und Technologien, die die Digitalisierung zu bieten hat, die KI den größten Einfluss auf die Dekarbonisierung von Gebäuden haben wird. Tatsächlich nannten die Befragten der ITM 2025 drei KI-gestützte Digitalisierungstechnologien, die in den kommenden Jahren den größten Einfluss auf die Dekarbonisierung haben werden. Im Einzelnen waren dies die KI-gestützte Datenanalyse, KI-gestützte Prognosen und autonome Systeme.

Diese Technologien können Gebäude grundlegend verändern und sie intelligenter und autonomer machen, so dass sie Aufgaben wie Energieoptimierung und Instandhaltung selbstständig durchführen können. Dies birgt ein großes Potenzial, insbesondere für die Dekarbonisierung. So ist beispielsweise ein Gebäude, das mit dem Stromnetz interagieren kann, in der Lage, externe Daten wie Strompreise oder die CO₂-Intensität zu nutzen, um seinen eigenen Energieverbrauch zu regulieren und bestimmte Systeme in einen Energiesparmodus zu versetzen. Dabei bleibt der Komfort für die Nutzer und die betriebliche Effizienz erhalten, sodass Emissionen gesenkt werden, ohne dass dafür nennenswerte Abstriche gemacht werden müssen.

KI-gesteuerte autonome Systeme können überall in Gebäuden eingesetzt werden, um bestehende Prozesse und Systeme zu automatisieren und gleichzeitig neue zu schaffen, beispielsweise die oben erwähnte Netzanbindung oder vorausschauende Wartungsmaßnahmen.

Wie bei jeder bahnbrechenden Technologie müssen Aspekte wie die Cybersicherheit berücksichtigt werden; 34 % der Befragten der ITM 2025 äußerten Bedenken hinsichtlich neuer Cybersicherheitsrisiken. Die Vorteile überwiegen jedoch die Risiken. Über die Hälfte der Befragten erklärte sich bereit, autonome Systeme in Gebäuden einzuführen, wobei sie vor allem die gesunkenen Betriebskosten und die gesteigerte Energieeffizienz als Hauptgründe nannten.

Auch wenn KI-gesteuerte, autonome Gebäude noch in den Kinderschuhen stecken, deutet die aktuelle Entwicklung darauf hin, dass sie eine transformative Rolle spielen werden. Es besteht kein Zweifel daran, dass industrielle KI und die Autonomie von Gebäuden in den kommenden Jahren eine bedeutende Rolle bei der Dekarbonisierung von Gebäuden spielen werden.

Die Zukunft der Dekarbonisierung ist digital

Auch wenn einige Bereiche der Dekarbonisierung im Gebäudebereich langsamer vorankommen als andere, werden letztendlich doch Fortschritte erzielt. Wie die ITM 2025 zeigt, wollen Organisationen weltweit ihre Bemühungen um Energieeffizienz und Dekarbonisierung verstärken und in Technologien investieren, die diese Ziele erreichbar machen.

Mit der zunehmenden Verbreitung der Digitalisierung werden sich die Fortschritte beschleunigen. Von digitalen Steuerungssystemen und transparenten Ökosystemen bis hin zu KI-gestützten autonomen Systemen: Die Digitalisierung bietet Technologien, Werkzeuge und Prozesse, die Unternehmen dabei unterstützen können, intelligente, automatisierte Gebäude zu errichten und damit Kosten und Emissionen zu senken. Solche Gebäude dienen dem Menschen besser und setzen gleichzeitig neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit und Leistungsfähigkeit für eine grünere Zukunft.

Literatur

  1. UN Environment Programme: Here’s how buildings contribute to climate change – and what can be done about it: www.unep. org/news-and-stories/story/heres-how-buildings-contributeclimate-change-and-what-can-be-done-about-it
  2. ITM-Bericht 2025: www.siemens.com/en-us/company/ sustainability/infrastructure-transition-monitor-report

www.siemens.com

Susanne Seitz ist Geschäftsführerin von Siemens Buildings, einem Teilbereich von Siemens Smart Infrastructure mit Hauptsitz in Zug, Schweiz.
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