Volle Transparenz beim Stand der Dinge
Die Möglichkeit, selbst einfache Dinge anzubinden, bietet Gebäudeautomatisierern ein großes Potenzial, sich volle Transparenz zum Stand der Dinge zu verschaffen. Bereits bei der Erstellung von Gebäuden fängt der Einsatz des 0G-Netzes an. So verfolgt Weber Beton über das Netz seine Ladungsträger für Betonfertigteile, um deren Kreislauf zu optimieren. Auf der Baustelle stehen dann Stromtafeln von Herstellern wie Legrand, die über die Netzanbindung vor Diebstahl geschützt werden. Dadurch, dass man das Netz nicht durch GSM-Sender stören kann, besteht eine hohe Übertragungssicherheit – auch im Fall eines Diebstahls. Durch Ortung lassen sich die Gegenstände dann selbst im Falle eines Diebstahls verfolgen. Über Jahre hinweg sind die Sensoren auch wartungsfrei, denn sie sind sehr stromsparend. Viele haben Batteriestandzeiten von sieben oder gar zehn Jahren. Das macht autonom eingesetzte Sensorik auch für die Gebäudeautomation interessant, denn solche autonomen Installationen werden so erstmals wirklich nachhaltig umsetzbar und bezahlbar.
Plug-and-play-Sensoren in den weitläufigen Messehallen der Gran Via
So hat beispielsweise die Messe in Barcelona alle Messehallen der Gran Via mit an das Sigfox-0G-Netz angebundenen Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren aufgerüstet. Die über 100 Sensoren überwachen acht Hallen sowie alle Besprechungsräume und Auditorien in Echtzeit, um den Komfort für Aussteller und Besucher zu optimieren. Die Entscheidung der Fira de Barcelona fiel auf Sigfox, da die zum Einsatz kommenden Sensoren Plug-and-play genutzt werden können. Es muss keine aufwendige Installation eines privaten Netzwerks zur Datenübertragung durchgeführt werden.
Heute kann die Fira de Barcelona die Luftqualität und Temperatur überall kontinuierlich überwachen und fernsteuern. Die Plattform hilft auch den Energieverbrauch der Klimatisierung zu optimieren. Diese Maßnahme ist Teil der Bemühungen der katalanischen Messe, Gebäude mit Smart-Building-Konzepten aufzurüsten, um sie effizienter zu machen, qualitativ hochwertige Informationen zu erhalten und Kunden letztlich bessere Services bieten zu können. Eingesetzt werden kann solche Sensorik entweder ausschließlich zur Überwachung und Dokumentation – beispielsweise in Museen – oder auch in Kombination mit der Heizungs-, Klima- und Lüftungstechnik, wie bei der Gran Via.