Konsequenzen für Hersteller von Hallenheizungen

Die pauschalen Lösungsoptionen im GEG, die keinen weiteren Nachweis benötigen. (Quelle: Schwank)
Zunächst ist es wichtig, dass die Branche jetzt Planungssicherheit hat und Produktentwicklungen gezielt auf das neue GEG abstimmen kann. Positiv zu bewerten ist, dass das GEG eine effiziente, fossil befeuerte Hallenheizung zu Recht noch als saubere Lösung einstuft, die bis zum generellen Ausstieg aus den fossilen Energieträgern 2044 weiter betrieben werden kann. Trotzdem schläft die Branche keineswegs.
Im Markt lassen sich zwei Richtungen beobachten: Zum einen setzt man gezielt auf Strom, um den 65%igen regenerativen Anteil zu erfüllen. Gerade neue, leistungsfähige Großwärmepumpen und elektrische Infrarotstrahler sind gefragt. Andererseits arbeiten die Hersteller aber auch an Produkten, die speziell auf die schrittweise Erhöhung von Wasserstoff- bzw. Biogasanteil im Netz abgestimmt sind. In Summe wird ein Kunde in den nächsten zwei bis drei Jahren aus deutlich mehr klimafreundlichen Produkten auswählen können als heute.
Das Unternehmen Schwank ist einer der Hersteller, die bereits vor einigen Jahren die Herausforderungen angenommen hat und das eigene Produktportfolio in Richtung klimaneutrale Produkte ausgerichtet hat. Allen voran setzt der Hersteller auf industrietaugliche Wärmepumpen und Wasserstofflösungen, die im neuen GEG ebenfalls Berücksichtigung finden.
Fazit: Das neue GEG ist zu bewältigen
Die öffentlich geführte Diskussion sowie die mitunter komplett gegensätzlichen Sichtweisen auf die Anforderungen und Realisierbarkeit des Heizungsgesetzes, haben das final verabschiedete GEG deutlich technologieoffener gestaltet als die ersten Entwürfe.
Es gibt verschiedene Lösungswege, wie das neue GEG in Hallenbauten erfüllt werden kann. Einige sind mit wenig Planungsaufwand zu realisieren, andere erfordern bei der Auslegung einen genauen Blick in die Nutzung der Hallenbauten. Darum ist Bauherren, Planer und Betreiber von Industriehallen zu raten, einen GEG-Experten hinzuzuziehen, der die verschiedenen Erfüllungsoptionen sowohl systemneutral, zukunftsorientiert als auch mit einem ganzheitlichen Blick auf Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit bewertet. Denn klar ist: Unternehmen müssen sich die neue Heizung auch morgen noch leisten können.