Netzqualität im Fokus: Warum Power Quality entscheidend ist

Das Zentrum ist mit seiner Übergabestation an den 10-kV-Ring des Energieversorgers redundant eingebunden.

Das Zentrum ist mit seiner Übergabestation an den 10-kV-Ring des Energieversorgers redundant eingebunden. (Quelle: Ritter Technologie)

Die Messgeräte der Serie UMD 98 von PQ Plus im Einsatz bei Ritter Technologie.

Die Messgeräte der Serie UMD 98 von PQ Plus im Einsatz bei Ritter Technologie. (Quelle: Ritter Technologie)

Ralf Taegener ist Geschäftsführer der Ritter Technologie GmbH

Ralf Taegener ist Geschäftsführer der Ritter Technologie GmbH. (Quelle: Ritter Technologie)

Doch trotz aller Vorsorge – oder gerade deswegen – spielt die kontinuierliche Überwachung der Netzqualität eine Schlüsselrolle. „Analog zur chemischen Analyse für Trinkwasser, so ist die kontinuierliche Analyse der elektrischen Energie für Rechenzentren heute unverzichtbar“, bekräftigt R. Taegener. „Die zuverlässige Funktion aller Systeme hängt letztlich von der Qualität der elektrischen Versorgung ab.“ Netzrückwirkungen, Oberschwingungen oder plötzliche Lastspitzen können im schlimmsten Fall sensible Hardware gefährden oder den Betrieb stören. „Strom muss auch in gleichbleibend hoher Qualität zur Verfügung stehen“, berichtet der Geschäftsführer.

Um dieser Herausforderung zu begegnen, hat Ritter Technologie in eine neue Generation von Analyse- und Monitoring-Tools investiert. Die Wahl fiel nach intensiver Marktrecherche auf die Messgeräte UMD 98Flex LB von PQ Plus – eine Entscheidung, die aus technischer wie partnerschaftlicher Sicht voll überzeugt.

Entscheidung für Qualität und Support

„Die Geräte von PQ Plus haben mir auf Anhieb zugesagt – sie passen genau zu unseren Anforderungen“, sagt R. Taegener. „Vor allem die enge Zusammenarbeit mit PQ Plus war ein ausschlaggebender Punkt. Die Unterstützung war durchweg kompetent und lösungsorientiert.“

Die Messgeräte der Serie UMD 98 bieten umfassende Möglichkeiten der Power-Quality-Analyse nach DIN EN 50160 und unterstützen auch die Differenzstrommessung. Die DIN EN 50160 definiert und spezifiziert die wesentlichen Merkmale der Netzspannung am Netzanschlusspunkt unter normalen Betriebsbedingungen.

Neben der Visualisierung von Stromflüssen und Lastgängen ermöglicht die Integration ins hauseigene DEMAS-Monitoringsystem eine intelligente Auswertung in Echtzeit – inklusive Benachrichtigungs- und Alarmfunktionen.

Integration in das Rechenzentrum: Monitoring trifft Praxis

Das UMD 98Flex LB wurde nahtlos in das bestehende Gebäudemanagementsystem eingebunden. Dies erlaubt nicht nur eine zentrale Überwachung, sondern auch eine automatisierte Reaktion auf Grenzwertüberschreitungen – etwa durch gezielte Lastverlagerung oder Eskalation an das Technikteam. Die Geräte wurden an kritischen Messpunkten installiert, etwa:

  • Einspeisung der 10-kV-Versorgung,
  • Ausgang der USV-Anlagen (je 2 × 80 kVA mit 200 Batterien),
  • Notstromdiesel (600 kVA),
  • Hauptverteilungen zu den Serverräumen und
  • Differenzstrommessung an ausgewählten Abzweigen.

Durch diese durchdachte Platzierung werden sowohl die Gesamtlast als auch einzelne Verbrauchergruppen lückenlos überwacht. Störungen lassen sich nicht nur rückverfolgen, sondern auch vorhersagen – ganz im Sinne eines proaktiven IT-Betriebs.

Differenzstrommessung: Frühwarnsystem für potenzielle Störungen

Ein zentrales Feature der Serie UMD 98 ist die Fähigkeit zur Differenzstrommessung. Diese Methode ermöglicht die frühzeitige Detektion von Fehlerströmen, die auf Isolationsprobleme oder schleichende Defekte hindeuten. Im sensiblen Umfeld eines Rechenzentrums, wo auch kleinste Störungen weitreichende Folgen haben können, ist dies ein entscheidender Sicherheitsgewinn. Die Messgeräte liefern dabei hochauflösende Werte, die in das interne Alarmsystem eingebunden sind. Die Kombination aus Power Quality-Analyse und Differenzstromüberwachung bietet damit nicht nur Schutz vor ungeplanten Ausfällen, sondern dient auch als Grundlage für vorbeugende Wartung.

Seit der Einführung der Messgeräte von PQ Plus hat sich die Transparenz im Energiemanagement des Rechenzentrums signifikant verbessert. „Wir haben nicht nur unsere Prozesse optimiert, sondern auch die Ausfallwahrscheinlichkeit reduziert“, fasst R. Taegener zusammen. „Fehler können jetzt frühzeitig identifiziert und behoben werden – das bringt uns ein gutes Stück näher an das Ziel: 100 % Verfügbarkeit.“ Auch der PUE-Wert (Power Usage Effectiveness) liegt mit 1,5 auf einem bemerkenswert niedrigen Niveau, was auf die hohe Effizienz des Gesamtsystems hinweist.

Fazit: Intelligente Messtechnik als strategischer Erfolgsfaktor

Der Einsatz der Messgeräte UMD 98Flex LB im Rechenzentrum der Ritter Technologie zeigt exemplarisch, wie moderne Messtechnik nicht nur für Sicherheit sorgt, sondern auch strategisches Energiemanagement ermöglicht. In einer Zeit, in der Stromverfügbarkeit und -qualität keine Selbstverständlichkeit mehr sind, setzen innovative Unternehmen auf präzise Überwachung, datenbasierte Entscheidungen und starke Partnerschaften.

Mit PQ Plus hat Ritter Technologie einen zuverlässigen Partner gefunden, der sowohl technologische Exzellenz als auch praxisnahe Unterstützung liefert – für einen IT-Betrieb, der hält, was er verspricht.
                                                                                                                                                                                                                                                                             www.pq-plus.de

Ronald Heinze
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