Abbildung von Messecenter Herning

Effizientes Utility Metering und Reporting im MCH Messecenter Herning (Quelle: Messecenter Herning)

Statt auf eine grundlegende Neuausrichtung zu setzen, wählten die Verantwortlichen des Messecenters bewusst ein modulares Monitoring-Konzept, das sich Gebäude für Gebäude flexibel erweitern lässt. Im Mittelpunkt befindet sich eine durchgängige Lösung, die von der Messtechnik über Edge-Computing bis zur sicheren Cloudplattform reicht. Das Projekt hat sich auf zwei zentrale Ziele fokussiert: Zum einen soll die Abrechnung vereinfacht und präzisiert werden. Energiekosten sind verursachergerecht und transparent auf die jeweiligen Bereiche umzulegen. Zum anderen wollen die Betreiber einen genauen Überblick erhalten. Sämtliche Verbräuche sollen nachvollziehbar sein, um Rückfragen schneller klären, Kosten besser erläutern und Entscheidungen fundierter treffen zu können.

Ein weiterer wichtiger Aspekt war, dass die Implementierung im laufenden Betrieb ohne größere Störungen stattfinden und flexibel ausbaufähig sein muss. Die Nachrüstung der Energiemessgeräte soll in mehreren Schritten umgesetzt werden. Dieser Ansatz hat sich besonders in vorhandenen, über die Jahre gewachsenen Komplexen bewährt. So kann der Betrieb des Messecenters weitgehend ungestört weitergehen und das Projektteam bleibt flexibel. Zu Beginn wurden zwei Hallen ausgesucht, in denen die Messtechnik exemplarisch installiert worden ist. Die Montage ließ sich ohne größere Unterbrechungen durchführen und die neuen Messgeräte lieferten bereits nach kurzer Zeit die ersten verwertbaren Verbrauchs daten.

Intelligente Datenanbindung und Cloudintegration

Die Energiezähler der Produktfamilie EEM von Phoenix Contact werden über das offene Kommunikationsprotokoll Modbus/TCP an den Edge-PC EPC 1522 des Automatisierungsspezialisten angebunden. Dieser dient als lokales Gateway, nimmt alle Messwerte auf und leitet sie über das IoT-Framework und Node-Red an die Cloudlösung Proficloud.io weiter. Einige Eigenschaften machen das System besonders praxistauglich. Die Daten werden beispielsweise vorverarbeitet und verschlüsselt an die Cloudplattform übertragen. Die Ankopplung erfolgt – wie schon erwähnt – via IoT-Framework, Node-Red und MQTT. Auf diese Weise lassen sich auch Geräte anderer Hersteller einfach in die Lösung integrieren. Diese bleibt modular, will heißen weitere Gebäude oder Zähler können jederzeit ohne große Umbauten erweitert werden.

Über den „mGuard Secure Cloud Connector“ greifen die Anwender via VPN sicher auf das System zu, zum Beispiel für eine Wartung, Fehlerbehebung oder die Einbindung neuer Messstellen. Das spart unnötige Serviceeinsätze vor Ort und erhöht die Flexibilität. Die erfassten Daten stehen dem Team im Time Series Data Service auf Profi cloud.io in übersichtlichen Dashboards direkt zur Verfügung.

Dort gibt es eine Übersicht über sämtliche Gebäude und Hallen. Die Verbrauchswerte lassen sich nahezu in Echtzeit sowie für verschiedene Zeiträume darstellen. Direkte Export- und Reporting-Funktionen erleichtern die Abrechnung gegenüber Ausstellern und Kunden. Das System ist so gestaltet, dass Personen ohne tiefgehende Technikkenntnisse die wichtigen Funktionen einfach bedienen und auswerten können.

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