Politischer und regulatorischer Rahmen

Die passende Wärmepumpe lässt sich online konfigurieren unter www.tecalor.de/wp-konfigurator

Die passende Wärmepumpe lässt sich online konfigurieren unter www.tecalor.de/wp-konfigurator (Quelle: Tecalor)

Energie smart verknüpft im Eigenheim

Energie smart verknüpft im Eigenheim (Quelle: Tecalor)

Die politischen Rahmenbedingungen in Deutschland wurden in den vergangenen Jahren auf die Förderung erneuerbarer Heizsysteme ausgerichtet – das Gebäudeenergiegesetz (GEG) trat 2024 in einer neuen Fassung in Kraft. Es sieht vor, dass unter gewissen Umständen neu installierte Heizsysteme mindestens 65 % der erzeugten Wärme aus erneuerbaren Quellen beziehen müssen, wobei Übergangsfristen eingerichtet wurden. Die Stoßrichtung ist klar: Der Einsatz fossiler Heiztechnologien soll mittelfristig enden, schon um die Bürger vor der Kostenfalle fossiler Brennstoffe zu schützen – schließlich sind neue Heizungen nicht nur zwei oder drei Jahre, sondern in der Regel 15 und mehr Jahre im Einsatz, und in dieser Zeit erwarten alle Experten einen massiven Anstieg der Preise für fossile Brennstoffe.

Um die Kosten für den Systemwechsel weg von Öl und Gas und hin zu klimafreundlichen Heizungen wirtschaftlich abzufedern, wurde die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) überarbeitet. Für den Einbau einer Wärmepumpe kann eine Grundförderung von 30 % der Investitionskosten beantragt werden. Zusätzlich gibt es einen Effizienzbonus von fünf Prozent für Systeme, die mit natürlichen Kältemitteln arbeiten oder Umweltwärme aus Erdreich oder Wasser nutzen. Wird die alte Heizung bis 2028 ausgetauscht, kann abhängig von der Art der Heizung und ggf. ihrem Alter ein Bonus von bis zu 20 % hinzukommen. Für Haushalte mit geringem Einkommen gibt es einen weiteren Bonus von 30 %. Insgesamt könnten so bis zu 70 % der Kosten gefördert werden, maximal jedoch 21000 Euro pro Einfamilienhaus (bei mehr Wohneinheiten gelten andere Höchstgrenzen).

Wie funktionieren Wärmepumpen?

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe entzieht der Umgebungsluft Wärme, indem sie über einen Wärmetauscher auf das Kältemittel abgegeben wird, das dabei verdampft. Das nun gasförmige Kältemittel wird von einem Kompressor verdichtet, dadurch steigt die Temperatur. In einem zweiten Wärmetauscher wird die Wärmeenergie an das Heizungswasser abgegeben, da die Temperaturdifferenz den „natürlichen Energiefluss“ möglich macht – Energie fließt immer von warm zu kalt, erst recht, wenn die Temperaturdifferenz groß ist. Anschließend wird das Kältemittel entspannt, dabei sinkt die Temperatur, es wird wieder flüssig – und der Kreislauf beginnt von vorne.

Da die Luft-Wärmepumpe vergleichsweise günstig und einfach zu installieren ist – ihre Wärmequelle, die Luft, muss nicht erschlossen werden – und gleichzeitig insbesondere in den letzten Jahren massive Effizienzsprünge auch in Verbindung mit hohen Vorlauftemperaturen gemacht hat, ist sie mittlerweile die am weitesten verbreitete Bauform. Immer noch gilt natürlich, dass Wärmepumpen am effizientesten in Heizsystemen mit niedrigen Vorlauftemperaturen arbeiten – etwa Fußboden- oder Wandheizungen. Neben der maximalen Vorlauftemperatur spielen auch das Kältemittel, die Steuerungstechnik und die Einbindung in ein Gesamtsystem eine Rolle für die Effizienz.

Die nächste Generation der Wärmepumpe

Die nächste Generation der Wärmepumpentechnologie verspricht noch mehr Effizienz, bei einer dadurch größeren Wirtschaftlichkeit, und das ohne Abstriche beim Komfort. Effizienzgewinne lassen sich zum Beispiel mit Kältekreisen, die mit dem klimafreundlichen, natürlichen Kältemittel R290 arbeiten, erreichen. Dabei muss berücksichtigt werden, dass der Kältekreislauf ein hermetisch dichtes System ist. Als Arbeitsmedium bleibt das Kältemittel über den gesamten Lebenszyklus des Gerätes in der Wärmepumpe, es ist ein Gebrauchsmedium, kein Verbrauchsmedium.

Künftig dürfen laut EU-Vorgabe nur noch natürliche Kältemittel eingesetzt werden – R290, Propan, ist ein solches. Es ist klimafreundlich und bietet gute thermodynamische Eigenschaften, ist allerdings brennbar, geruchlos und schwerer als Luft, weswegen es – sollte es bei einem Defekt austreten - absinkt. Deswegen benötigen Wärmepumpen mit diesem Kältemittel ein Sicherheitskonzept. Komponenten wie ein integrierter Gasabscheider, ein Entlüfter, ein Überdruckventil sowie eine elektronische Überwachung erschaffen ein mehrstufiges Sicherheitsnetz.

Auch die Installation kann bei Wärmepumpen der neuesten Generation schneller erfolgen: Die Integralspeicher der Next-Level-Modelle des Anbieters Tecalor wiegen zum Beispiel 40 % weniger als zuvor, zwei Personen können sie transportieren und aufstellen. Sind alle systemnotwendigen Komponenten bereits integriert – bei Innen- und Außengeräten – und ist das Installations- und Anschlusskonzept für alle Modelle eines Herstellers einheitlich, vereinfacht das den Anschluss ebenfalls. So kann die Montage fehlerfrei erfolgen und die Inbetriebnahme gestaltet sich einfach, unterstützt von einer App bzw. einem digitalen Assistenten.

Wichtig ist zudem die Förderfähigkeit: Die Next-Level-Luft-Wasser-Wärmepumpen der TTL comfort und TTL eco Baureihe haben die notwendige Zertifizierung erhalten; es ist hilfreich, wenn der Hersteller den Kunden bei der Antragstellung von Fördermitteln unterstützen kann.

Da moderne Wärmepumpen eine hohe Laufruhe mitbringen und sich leiser betreiben lassen, ist die Standortwahl von Außengeräten auch in dichter Bebauung problemlos. Für hohe Wärmebedarfe bieten sich Wärmepumpen-Kaskaden an und für einen großen Warmwasserbedarf entsprechende Speicher.

Fazit

Moderne Wärmepumpenlösungen müssen mehr leisten als reine Wärmeerzeugung: Sie müssen effizient, förderfähig und als Teil eines intelligenten Gesamtsystems konzipiert sein. Nur so lassen sich ökologische Anforderungen, gesetzliche Vorgaben und wirtschaftliche Machbarkeit in Einklang bringen. Die Kombination aus innovativer Technik, natürlichem Kältemittel, digitaler Steuerung und attraktiver Förderung macht die Wärmepumpe zur interessanten Lösung – für Bauherren, Sanierer und Systemanbieter gleichermaßen.

www.tecalor.de

Katharina Witte ist Referentin für Unternehmenskommunikation bei der Tecalor GmbH in Holzminden.
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