Automatische Erkennung und Organisation durch IoT-Gateways

Das Rechenzentrum verfügt über ein eigenes Kühlsystem, das in der Kältezentrale erzeugt

Das Rechenzentrum verfügt über ein eigenes Kühlsystem, das in der Kältezentrale erzeugt und je nach Bedarf an die Serverräume verteilt wird, um die Temperatur je nach Jahreszeit und Leistung der Serverräume konstant zu halten (Quelle: Phoenix Contact)

Die MID-zertifizierten Energiezähler der Baureihe EEMEM377 dienen der Wirkleistungsmessung in Netzen bis 500 V/80 A.

Die MID-zertifizierten Energiezähler der Baureihe EEMEM377 dienen der Wirkleistungsmessung in Netzen bis 500 V/80 A. Ein Serverraum umfasst mehrere Serverreihen, die über das Stromschienensystem redundant versorgt werden; die Absicherung und Erfassung der
Energiedaten erfolgt über einen Stromschienenabgangsverteiler, der vier Serverschränke versorgt (Quelle: Phoenix Contact)

Der Audi-Mitarbeiter Christian Kraus

Der Audi-Mitarbeiter Christian Kraus ist für die Planungsphase und Ausführung des Rechenzentrums zuständig und fungiert auch als dessen Betreiber (Quelle: Phoenix Contact)

Moderne IoT-Gateways auf der Grundlage des Einplatinencomputers Industrial Raspberry Pi stellen zahlreiche Anbindungsmöglichkeiten zur Verfügung, beispielsweise MQTT, OPC UA, Modbus TCP, Modbus RTU, ODBC, BLE, CAN, Bacnet oder individuell entwickelte Konnektoren. Die TCP/IP-fähigen Energiemessgeräte EEM-EM377 von Phoenix Contact werden vom IoT-Gateway automatisch erkannt und in privaten Subnetzen organisiert. Auf diese Weise entfällt jegliche IP-Administration für die Geräte. Das IoT-Gateway liest die Werte der Energiezähler mit einer einstellbaren Rate von 5 s bis 3.600 s aus und lädt sie über das MQTT-Protokoll auf den zentralen Server hoch. Die hohe Data Ingestion Rate erlaubt das Streaming sowie die Verarbeitung und Überwachung der Daten jeweils in Echtzeit und eine Server-basierte Alarmierung im Fehlerfall. Zudem bildet sie die Grundlage für eine Machine-Learning-Pipeline – also die Unterteilung der kompletten Machine-Learning-Aufgabe in einen mehrstufigen Workflow – sowie die Vorhersage und Detektion von Anomalien.

Um Prozesse energetisch zu verbessern, bedarf es einer Datenbasis, aus der sich beispielsweise hohe Verbräuche oder die Ergebnisse von Optimierungsmaßnahmen ablesen lassen. Die Energiemessgeräte EEM-EM377 liefern der Audi AG die erforderlichen Daten. Deren Auswertung zeigt, an welchen Hebeln sich zur weiteren Verbesserung der Energieeffizienz ansetzen lässt. Letztlich geht es um die Reduzierung des Energieverbrauchs als Übergangsphase zur All Electric Society. Dieses Zukunftsbild beschreibt eine Welt, in der regenerativ erzeugte Energie als primäre Energieform weltweit in ausreichendem Maße und vollständig wirtschaftlich zur Verfügung steht. Grundlage dafür ist die umfassende Elektrifizierung, Vernetzung und Automatisierung aller Sektoren von Wirtschaft und Infrastruktur. Mit seinen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen – wie den Energiemessgeräten – befähigt Phoenix Contact die Industrie und Gesellschaft, diese Transformation hin zu einer nachhaltigen Welt aktiv zu gestalten.

Wolfgang Trägler ist im Vertical Market Management, Industry Management & Automation bei der Phoenix Contact Deutschland GmbH in Blomberg tätig.
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