Anbindung an die Leitwarte des Universitätsklinikums

Blueprint von Gebäude. Im ganzen Gebäude wurden die Luftmengen exakt einreguliert. Sie können bei Bedarf variabel angepasst werden.

Im ganzen Gebäude wurden die Luftmengen exakt einreguliert. Sie können bei Bedarf variabel angepasst werden. (Quelle: Sauter)

Darüber hinaus wurde die Regeltechnik der Heizungs- und Lüftungsanlagen mit dem Kontrollzentrum des Universitätsklinikums Tübingen verbunden. "Das ZMF-Gebäude liegt circa 6 km von der Leitwarte entfernt, abgeschieden in einem Gewerbegebiet. Ohne Fernzugriff musste das Personal bei jedem Anruf durch Nutzer oder den Hausmeister direkt vor Ort überprüfen, worin das technische Problem bestand", so C. Reiser. Das bedeutete häufige Fahrten und einen hohen Zeitaufwand für die Behebung von Störungen. Durch die Remote-Anbindung kann das technische Problem nun vom Kontrollzentrum aus erfasst und ein ­gegrenzt sowie zeitnah eine Lösung veranlasst werden. Zudem lassen sich Notwendigkeit und Dringlichkeit eines Einsatzes besser beurteilen. 

Ende März 2018 war das erste Betriebsjahr nach der Modernisierung der Gebäudetechnik abgeschlossen, die geplante Verringerung der Energiekosten um 27 % konnte erreicht werden, die Reduktion der CO-Emissionen belief sich auf 130 t. Eine detaillierte Auswertung der Ergebnisse zeigte jedoch auf, dass weitere Einsparungen möglich sind; vor allem im Bereich der Wärmeerzeugung und -bereitstellung. Um diese zu optimieren, wurden im Juli 2018 mobile Energiezähler installiert, deren Monitoringdaten als Basis für weitere Maßnahmen dienen sollen. "Die prognostizierte Laufzeit des Einspar-Contractings liegt bei 7,2 Jahren – in Abhängigkeit von den Fortschritten bei der Zielerreichung. Das gute Ergebnis für das Jahr 2017 zeigt, dass wir dafür auf einem guten Kurs sind", resümiert C. Reiser. 

Jonas Döbele, M. Sc., ist als Ingenieur für Energie ­effizienzmaßnahmen für die Sauter-Cumulus GmbH in Freiburg tätig.
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