Überschaubarere Montageaufwand

Grafik zum Thema Repeater

Jeder Aktor kann auch als Repeater verwendet werden, um weiter entfernte Elemente zu erreichen. (Quelle: Theben AG)

Grafik zum Thema Funkschatten

Metallbauteile können einen Funkschatten erzeugen. Dies muss bei der Planung berücksichtigt werden. (Quelle: Theben AG)

Grafik zum Thema Signale

An langen Mauern entlanglaufende Signale sollten vermieden werden. (Quelle: Theben AG)

Die Installation eines Funk-RF-Systems ist vom Montageaufwand her überschaubar. Umfangreiche bauliche Maßnahmen sind im Normalfall nicht vonnöten. Man kann jedoch sehr verschiedene Situationen und bauliche Gegebenheiten in den Bestandsbauten vorfinden, die einen Einfluss auf die Gestaltung und die Möglichkeiten des Funk-Systems haben.

Ein erster Blick gilt der Tiefe der Gerätedosen. Die Funkaktoren werden in die bestehenden Gerätedosen eingebaut, doch dort ist nicht immer genug Platz. Daher müssen gegebenenfalls die UP-Dosen vor Installation der Aktoren ausgetauscht werden. Einfach ist der Austausch bei Hohlwanddosen, die im Standard 49 mm tief sind. Hier gibt es eine Variante mit 62 mm. Der Austausch ist aufgrund der Trockenbauweise der Wände schnell, sauber und unproblematisch machbar. Möglich wäre es auch, Elektronikdosen einbauen, deren kleiner Installationskasten unterhalb der Dose Platz für die Bauteile bietet. Aus Platzgründen scheitert der Einbau nicht, nur der Aufwand, wenn neue Dosen installiert werden müssen, ist höher. Hilfreich wäre es, wenn künftig mit Blick auf die mögliche Nachrüstung standardmäßig tiefe Dosen im Neubau installiert werden würden.

Signal muss ungehindert passieren können

Eine der häufigsten Fragen zu RF-Systemen ist die nach der Reichweite der Komponenten. Die normale Standardangabe gibt 30 m an, doch die tatsächliche Reichweite hängt von vielen individuellen Faktoren im Gebäude ab. Unter guten Bedingungen hingegen kann die Reichweite innerhalb von Gebäuden bis zu 30 m betragen, in ungünstigen Fällen jedoch auch nur wenige Meter. Im freien Feld sind Reichweiten bis zu 100 m möglich. Bei der Planung sollte daher die Funk-Reichweite konservativ betrachtet werden, um die Funktionssicherheit zu gewährleisten. Eine Vielzahl an Faktoren beeinflusst die Reichweite des Signals. Zunächst seien die Taster erwähnt: Massive Rahmen und Wippen schwächen das Signal gleich an seinem Ausgangsort. Durch massive Abdeckungen, zum Beispiel aus Edelstahl, kann das Funksignal gebremst werden. Glas ist nicht so kritisch zu sehen, weil meist nur die Rahmen aus Glas sind und die Taster in Kunststoff gefertigt werden. 

Erheblichen Einfluss auf die Reichweite haben Decken, Wände und Mobiliar. So ist es entscheidend, wie viele dieser Hürden sich zwischen den Geräten befinden, die sich unterhalten sollen. Bei der Funkübertragung entstehen dabei folgende negative Effekte:

  • Dämpfung/Absorption: Signal wird verschluckt,
  • Reflexion: Signal wird zurückgeworfen,
  • Brechung: Signal wird in eine andere Richtung umgelenkt und
  • Streuung: Signalvervielfältigung.

Während Materialien wie Holz, Gips und Glas das Signal nur wenig dämpfen, sind massive Mauern ein größeres Hindernis für die Funkwellen. Auch große Wasserbassins wie Aquarien schlucken und reflektieren einen Teil der Funkwellen.

Schwierig wird es bei massiven Wänden aus Stahlbeton, mit Metall beschichteten Gläsern oder Trockenbauwänden mit Metallgittern. Aufzugsschächte oder Brandschutztüren sind hingegen nahezu ein Garant dafür, dass kein Signal mehr passieren kann. Die Dämpfung ist darüber hinaus maßgeblich beeinflusst von der Materialdicke.

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