Schaltuhren für das Facility Management von morgen

Grafik zum Thema. Die Programmieroberfläche für die TC 649 basiert auf der Obelisk-Software für Theben-Schaltuhren.

Die Programmieroberfläche für die TC 649 basiert auf der Obelisk-Software für Theben-Schaltuhren. (Quelle: Theben AG)

Aus der Analyse der oben beschriebenen Situation lassen sich Kriterien für eine Schaltuhr ableiten, die den Anforderungen eines schlanken und effizienten Facility Managements genügt:

  • Die Programmierung muss online möglich sein; im Normalbetrieb muss die Uhr jedoch autark arbeiten.
  • Die korrekte Übertragung des Programms muss sichergestellt und nachvollziehbar sein.
  • Bei großen Unternehmen mit vielen Niederlassungen in unterschiedlichen Regionen oder gar Ländern muss eine individuelle Behandlung nach unterschiedlichen Kriterien wie Region oder Standort bis hinunter zur einzelnen ­Filiale möglich sein. Gleichzeitig muss der Programmieraufwand durch vorgefertigte Gruppen gering gehalten werden.
  • Die Uhr muss gegen unautorisierte Bedienung geschützt sein

Auf Basis dieser Forderungen hat die Theben AG die Steuerbox TC 649 entwickelt. Diese Jahresschaltuhr lässt sich über das firmeneigene LAN von Filialbetrieben programmieren. Regionale Feiertage und Astrofunktionen, die jahreszeitabhängigen Lichtverhältnisse berücksichtigen, sind bereits in einer Datenbank hinterlegt. Insgesamt sind bis zu 800 Schaltzeiten möglich. Ein Wochenschaltprogramm, drei Sonderprogramme und individuelle Schaltpunkte (Manuell Ein/Aus, Impuls Start und Dauer sekundengenau, fixe Schaltzeit Ein/Aus) bieten maximale Freiheit bei der Programmierung. Es lassen sich vier Kanäle schalten, zwei Wechsler und zwei Schließer. Das 70 mm breite Gehäuse ist für die Tragschienenmontage gedacht. Aufgrund ihrer hohen Ganggenauigkeit können mehrere Uhren praktisch zeitgleich schalten. Die Abweichung beträgt maximal 0,25 s pro Tag. Für noch genauere Schalthandlungen lassen sie sich Uhren mittels NTP- Server synchronisieren.

Einmal konfigurieren, zentral programmieren, autark schalten

Software und Geräte genügen den hohen Sicherheitsanforderungen der Branche. Dies beginnt bereits bei der Herstellung. Die Geräte werden in einem BSI-zertifiziertem Produktionsumfeld gefertigt, sodass eine Manipulation der Adressen ausgeschlossen ist. Dank einer Seriennummer ist jedes Gerät eindeutig identifizierbar.

Auch bei der Inbetriebnahme spielt Sicherheit eine zentrale Rolle. Das Gehäuse selbst verfügt über keinerlei Bedienelemente, wie Taster oder Displays. Die erste Konfiguration und die Vergabe der IP-Adresse erfolgt mit einem Servicetool über eine separate Serviceschnittstelle. Die Konfiguration kann nach der Installation oder schon vorab, beispielsweise in der Firmenzentrale, erfolgen. Dann muss der Elektriker vor Ort die Steuerbox nur noch einbauen und anschließen. Steckverbinder vereinfachen die Installation zusätzlich. Das Einspielen des Programms und späterer Updates erfolgen über die LAN-Schnittstelle. Nur dann ist eine Verbindung zur Zentrale nötig. Danach läuft die Uhr völlig selbstständig, selbst bei einer längeren Störung des Netzwerks.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist die Übertragung bidirektional angelegt. Die Uhr sendet eine Rückmeldung, ob die Übertragung korrekt erfolgte oder ob ein Fehler aufgetreten ist. So ist ein sicherer und datensparsamer Betrieb gewährleistet. Die Software läuft ausschließlich im firmeneigenen Netz und unterliegt damit den Sicherheitsregularien und Zugriffsberechtigungen, die der Anwender vorgibt. Alle Uhren reporten an die IP-Adresse des Servers. Ein Zugriff von außen, auch durch Theben, ist damit schon rein technisch nicht möglich. Der Support erfolgt bei Bedarf über Tools wie Teamviewer unter voller Kontrolle der IT-Abteilung.

4 / 5

Ähnliche Beiträge