Datenvorverarbeitung direkt in der Wetterstation

Das transparente Gehäuse nimmt die farbliche Gestaltung der Fassade auf und integriert sich somit unauffällig in das Gesamtbild (Quelle: Theben)
Die Meteodata-Wetterstationen bieten neben den üblichen Universal- (Wind, Temperatur, Helligkeit) und Sonnenschutzkanälen auch Logikkanäle (Und, Oder, XOR). Damit lassen sich einfache Algorithmen sowohl mit allen internen als auch externen Bedingungen erstellen.
In Verbindung mit den Jalousieaktoren von Theben spielt die Meteodata-Wetterstation ihre voll Stärke aus. Es ist beispielsweise möglich, die Beschattung eines Raums nur dann automatisch zu aktivieren, wenn die Außentemperatur mehr als 15 °C beträgt und der Raum besetzt ist. Solange der Raum unbesetzt ist und die Sonne niemanden stört, lässt sich der Solarertrag zur Erwärmung des Raums nut-zen. Umgekehrt kann man im Hochsommer ein nicht genutztes Besprechungszimmer stärker abdunkeln, um es möglichst kühl zu halten.
Richtig angewandt machen solche Funktionen die Programmierung einfacher und übersichtlicher. Zudem kommt sie dem Trend hin zur vollständig zentralisierten Steuerung entgegen. Die dezentrale Intelligenz ist die ursprüngliche Idee hinter KNX. Manchmal ist es aber kostengünstiger, eine leistungsschwache Peripherie mit einer zentralen Steuerung wie Visualisierungs- oder Facility-Server zu nutzen. Fällt so eine Steuerung oder das Datennetz aus, sind wesentliche Funktionen nicht mehr verfügbar. Die Vorverarbeitung in der Wetterstation ist ein guter Kompromiss, der die Anlagenverfügbarkeit erhöht.
Für jeden Einsatz die passende Station
Die Meteodata-Geräte sind für den Einsatz in KNX-Installationen gedacht und in verschiedenen Ausstattungsvarianten erhältlich. Dazu kommt eine Ausführung für das Smart-Home-System Luxorliving, das auf KNX-Komponenten mit reduzierten Funktionsumfang basiert und so eine einfache und kostengünstige Automatisierung eines Wohngebäudes ohne ETS erlaubt.
Der mechanische Aufbau der Station und die Qualität der Sensorik sind auf eine hohe Messgenauigkeit über einen langen Zeitraum ausgelegt. So verzichtete Theben auf eine kostengünstige, aber ungenaue Messung der Windgeschwindigkeit mittels Temperaturdifferenz, sondern rüstete die Meteodata mit einem professionellen Anemometer aus. So lassen sich die Windschwellenwerte, die etwa ein Jalousiehersteller vorgibt, zuverlässig einhalten. Auch die anderen Sensoren sind durchdacht positioniert. Der Temperaturfühler etwa steht aus dem Gehäuse heraus, damit er nicht von der Heizung des Regensensors beeinflusst wird. Das transparente Gehäuse nimmt die farbliche Gestaltung der Fassade auf und integriert sich somit unauffällig in das Gesamtbild. Der verwendete Kunststoff ist robust und unempfindlich gegenüber Hitze, Kälte und Sonneneinstrahlung.
Die Wetterstation ist damit langlebig. Sie vereint die gesamte für die Gebäudeautomatisierung benötigte Sensorik in einem Gehäuse. Die Messgenauigkeit entspricht den hohen Anforderungen an Energieeffizienz, Komfort und Automatisierungsgrad von modernen Wohn- und Gewerbeobjekten.