Prozessoptimierung als Schlüssel für mehr Wettbewerbsfähigkeit (Quelle: Weidmüller)
„Wir mussten uns die Frage stellen: Wo stehen wir im Markt und wie können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit sichern?“, erinnert sich Geschäftsführer Arne Fink. Die Antwort kam in Form einer Partnerschaft mit Weidmüller. Elektro-Fink wurde im Rahmen der Workplace Solutions Days 2023 auf Weidmüller aufmerksam, als das Unternehmen live Maschinenanwendungen erlebte. Besonders die transparente Prozessdarstellung und der strukturierte Connectivity-Consulting-Ansatz überzeugten die Geschäftsführung und legten den Grundstein für die Zusammenarbeit.
Nach einer Reifegradanalyse im Februar 2024, einem zentralen Baustein des Connectivity-Consulting-Ansatzes zur strukturierten Analyse von Fertigungs- und Prozessorganisation, wurden konkrete Optimierungspotenziale identifiziert. Diese konkreten Potenziale konnten in einem mittel- bis langfristigen Maßnahmenplan verankert werden. Das gemeinsame Ziel: messbare Effizienzsteigerungen entlang der Wertschöpfungskette, klar strukturierte Prozesse und eine zukunftsfähige digitale Integration.
Technologische Lösungen im Einsatz
Die Umsetzung erfolgte in mehreren Schritten, von der Evaluierung der Fertigungsprozesse bis zur Einführung von Automatisierungslösungen: Die Weidmüller-Experten begleiteten die Abläufe im laufenden Betrieb unter realen Bedingungen. Dabei wurde deutlich, dass insbesondere eine klarere Trennung der Arbeitsschritte, eine ergonomischere Gestaltung der Arbeitsplätze und eine optimierte Materialversorgung Potenzial für deutliche Effizienzsteigerungen boten. Dieses Vorgehen war stark interaktiv: Mitarbeiter wurden eingebunden, Hürden wurden sichtbar gemacht und konkrete Handlungsschritte abgeleitet.
Im Zuge der Optimierung setzte Elektro-Fink auf eine Reihe innovativer Lösungen von Weidmüller, die den gesamten Fertigungsprozess nachhaltig veränderten. Das Herzstück bildet das Wire Processing Center (WPC), das die Erstellung des benötigten Kabelsatzes teilautomatisiert und dadurch die Durchlaufzeiten erheblich verkürzt. Ergänzend dazu sorgt das Labeling Processing Center (LPC) für eine effiziente Beschriftung, welche nahtlos in das ERP-System integriert ist und so die digitale Prozesskette schließt. Für die weitere Kabelbearbeitung kommen der Cutfix Pro Feeder und der Crimpfix R Vario zum Einsatz, welche mit minimalen Rüstzeiten betrieben werden können und damit eine deutliche Zeitersparnis ermöglichen.
Ein weiterer Meilenstein ist die Nutzung des Fast Delivery Services, dessen bestückte und beschriftete Klemmleisten für eine Reduzierung der Durchlaufzeit pro Schaltschrank von knapp einer Stunde sorgte. Abgerundet wird die Optimierung durch die flächendeckende Einführung der Push-in-Technologie, die nicht nur die Verdrahtung beschleunigt, sondern auch den Service vereinfacht und so für zusätzliche Effizienz sorgt.
„Wir haben einen Schritt weitergedacht und uns für das Komplettpaket entschieden. Das Wire Processing Center war für uns ein Gamechanger“, so A. Fink.