Neue Maßstäbe bei Typ-2-Ableitern

Abbildung von Überspannungsableiter VAL-MS PT

Ganz ohne Schraubanschluss: Der Typ 2-Überspannungsableiter VAL-MS PT arbeitet vollständig mit Push-in-Anschlussklemmen (Quelle: Phoenix Contact GmbH & Co. KG)

Überspannungen resultieren aus drei verschiedenen Arten von Ereignissen: Blitzeinschlag, Schalthandlungen durch Schalten leistungsstarker Maschinen oder Kurzschlüsse im Versorgungsnetz und durch elektrostatische Entladung.

Am häufigsten entstehen Überspannungen infolge von Schalthandlungen. Einen effektiven Schutz gegen diese dynamische Störgröße bieten Überspannungsschutzgeräte des Typ 2. Ob im industriellen Umfeld oder im Wohngebäude, ein Typ-2-Ableiter stellt den Basisschutz für die Installa-tion und Geräte sicher. Aufgrund der Bedeutung, die dem Typ-2-Ableiter heute zukommt, ist dieser weltweit der am häufigsten verbaute Überspannungsschutz in der Energieversorgung. Je nach Anwendung ist dabei das charakterisierende Bauelement ein Varistor oder eine Kombination aus Varistor und gasgefüllter Funkenstrecke. Diese Bauelemente können im Fall einer transienten Überspannung kurzfristig leitend werden und die ungewollte Spannungseinkopplung über die angeschlossenen Leitungen in Richtung Erde ableiten. Die Leitungen werden dabei bislang in dem Produktsegment der Typ-2-Ableiter per Schraubanschluss am Überspannungsschutzgerät angeschlossen. Phoenix Contact bietet jetzt die Push-in-Technik als alternative Anschlussart im Typ-2-Bereich – mit dem Überspannungsschutz-Gerät VAL-MS PT.

Push-in-Technik auf Typ 2 ausgeweitet

Der Typ-2-Ableiter VAL-MS PT basiert auf der praxiserprobten Baureihe VAL-MS. Die elektrischen Schutzeigenschaften des Ableiters wurden nicht verändert. Neu ist die erhöhte Nutzerfreundlichkeit beim Anschluss – zwei Push-in-Anschlussklemmen ersetzen eine Schraubklemm- tasche. Mit einem maximalen Leitungsquerschnitt von 10 mm2 ist der neue Typ-2-Ableiter in vielen Applikationen einsetzbar.

Im industriellen Umfeld ist ein Einsatz in Unterverteilungen möglich, beispielsweise in einem Leuchtenverteiler für Außen- und Wegeleuchten. Gemäß der VDE 0100-543 werden zusätzliche Schutzmaßnahmen empfohlen, wenn die Leitungslänge zwischen dem vorgelagerten Überspannungsschutz und dem zu schützenden Objekt 10 m übersteigt, was in industrieller Umgebung häufig der Fall ist.

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