Digitale Gebäudeverwaltung mit BIM
Das digitale Gebäudemodell ermöglicht umfangreiche Berechnungen und eine Verwaltung des Gebäudes auch über das Sanierungsprojekt hinaus. Dazu müssen Informationen von bestehenden Detailplänen über bereits verbaute Leitungen, Heizung, Sanitär, Elektrik und Anlagen samt Verbrauchsdaten und der neuen Gebäudeausrüstung und Elektroinstallation zusammengeführt werden. Zwar ist die Informationstiefe über installierte Gebäudetechnik sowie über verwendete Materialien im Gegensatz zu BIM im Neubau eine andere, dennoch kann auch im Bestand eine tiefgreifende Informationsbasis für ausführliche Planungs- und Instandhaltungsprozesse geschaffen werden. So lassen sich anhand von aufgezeichneten Energieverbrauchsdaten Möglichkeiten zur Verbesserung der Energieeffizienz identifizieren. Auf der Basis kann im Anschluss zum Beispiel eine zielgerichtete Modernisierung der Heizungsanlage oder eine optimale Platzierung von Beleuchtungssystemen erfolgen.
Im Gegensatz zu klassischen 2D-Zeichnungen, in denen Änderungen aufwendig manuell in mehreren Dokumenten aktualisiert werden müssen, können stets nach allen Umbau-, Sanierungs-, Wartungs- oder Instandhaltungsaufgaben aktuelle Daten und Protokolle im digitalen Zwilling hinterlegt werden, wonach sich alle betreffenden Dokumente und Zeichnungen automatisch aktualisieren. Dies ermöglicht im fortlaufenden Bauprozess für alle Beteiligten eine aktuelle Übersicht und vereinfacht in der Gebäudeverwaltung den Überblick für anstehende Wartungsarbeiten, da Planer sowie Techniker auf alle Daten über die verbaute Ausrüstung zugreifen.


