Anlagen- und Regelschemata

Abbildung der Kostengruppe 480

Die Kostengruppe 480 in der Übersicht (Quelle: WSCAD)

Grafik zum Thema "Betriebsmittel AMEV oder ISO IEC 81346"

Die Kennzeichnung der Betriebsmittel kann nach AMEV oder ISO IEC 81346 erfolgen (Quelle: WSCAD)

Die Erfassung der Datenpunkte in der WSCAD-Software über den Datenpunkt-Manager

Die Datenpunkte inklusive ihrer Properties werden in der WSCAD-Software über den Datenpunkt-Manager erfasst. (Quelle: WSCAD)

Abbildung von Symbolen in den Gebäude- und Raumschemata nach VDI 3814

Die Symbole in den Gebäude- und Raumschemata nach VDI 3814 kommen aus der mitgelieferten oder aus der kostenlosen Online-Datenbank (Quelle: WSCAD)

Die Arbeit mit der WSCAD-Software beginnt meist mit dem Entwurf und der grafischen Darstellung der Anlagen und Regelschemata. Dazu erhält GA Pro Engineering vom TGA-Planer die R&I-Fließ-Schemata. „Ganz wichtig für die Mess- und Regeltechnik ist, dass gleich zu Projektbeginn die Hydraulik stimmig gemacht wird“, meint Michael Dietrich, Geschäftsführer und GA-Planer bei GA Pro Engineering. „Nur wenn die Hydraulik gut funktioniert, funktioniertauch die Automatisierung gut.“ 

Dann wird geplant: Was wird insgesamt für die Gebäudeautomation benötigt? Beispielsweise wird die Hard- und Software für die Kostengruppe 481 geplant: das sind Automationsstationen und -systeme, Feldgeräte, wie Brandschutz- und Entrauchungssysteme, Ventile, Aktoren und Sensoren oder Zähler. Ist das Automationsschema für eine Lüftungsanlage entworfen, werden alle dazu gehörenden Objekte beziehungsweise Datenpunkte definiert und inklusive ihrer Properties in der WSCAD-Software erfasst. Die Datenpunkte stehen medienbruchfrei über die späteren Stromlaufpläne bis zu den Anschlusspunkten der Steuerungen und ihrer Programmierung zur Verfügung. Die einmalige Erfassung und durchgehende Nutzung spart viel Zeit und hilft, Fehler zu vermeiden.

Schemata mit normgerechten Symbolen

Geplant wird die Gebäude- und Raumautomation nach der zusammengeführten VDI 3814, die Schemata genauso wie die nachfolgenden Funktionslisten. Die grafische Darstellung folgt den Vorgaben der VDI 3814 Blatt 4.3. In die Schemata werden die normgerechten Symbole eingetragen, je nach Auftrag und Anforderungen gleich mit konkreten Herstellerprodukten und zugehörigen Artikeldaten. Sie stammen aus der mitgelieferten Datenbank bzw. aus der kostenlosen Online-Datenbank wscaduniverse. com. Soll herstellerneutral spezifiziert werden, beispielsweise bei öffentlichen Ausschreibungen mit Texten und Daten gemäß Standardleistungsbüchern für Deutschland oder Österreich, sind diese ebenfalls in WSCAD hinterlegt. „Besonders der sehr schnelle Artikeltausch zählt zu den hilfreichen Funktionen von WSCAD“, sagt M. Dietrich. „Mit einem Klick lassen sich 120 Sensoren schnell in ein anderes Fabrikat wechseln.“ Es folgt der Entwurf der Topologie: Wo gibt es Automationsschwerpunkte? Wie sieht das Netzwerk dazu aus? Wo sitzen die Schalt- und Verteilerschränke?

Die normgerechte Kennzeichnung der Betriebsmittel kann zweigeteilt dargestellt werden und enthält den Hauptbezug zum darzustellenden Aggregat mit eindeutigem Kennbuchstaben gemäß VDI 3814 Blatt 4.1. Im Symbol ist die Kennzeichnung inklusive Funktion nach AMEV-Standard eingetragen. Im Linker unten befindet sich die Kennzeichnung nach IEC DIN EN 81346 Teil 2. Gerade die mit WSCAD mögliche strukturierte Kennzeichnung nach 81346 erlaubt es, eine Liegenschaft übergreifende Strukturierung zu erstellen. Die Lüftungsanlage eines Gebäudes in München kann schnell per Drag-and-drop in die Planung einer Liegenschaft in Frankfurt gezogen werden. Alle Kennzeichen wandern automatisch mit und werden der neuen Liegenschaft untergeordnet. Die zeitintensive und fehleranfällige manuelle Umbenennung entfällt gänzlich.

Leistungsverzeichnis mit individuellen Textblöcken

Zum Schluss führen Automationsschemata, Ventil- und Funktionslisten mit Datenpunkten und Funktionsbeschreibungen zu einem Leistungsverzeichnis mit individuellen Textblöcken für die Ausschreibung mit anschließender Vergabe. „Schön und sehr hilfreich sind hier die vielen Schnittstellen, um beispielsweise Daten in WSCAD rein zu holen oder aus WSCAD zu exportieren“, sagt M. Dietrich. Optimalerweise planen die ausführenden Unternehmen dann mit derselben Software weiter. Was bedeutet, dass sie die Daten ohne Brüche 1:1 übernehmen können und nicht neu erfassen müssen. Beispielsweise werden für die in den R&I-Schemata der TGA mit Anreicherung der Gebäudeautomation bereits gesetzten Symbole die konkreten Produktdaten der Hersteller mit Artikeldaten hinterlegt und daraus die Stromlaufpläne entwickelt. Aus diesen gilt es dann wiederum die Verteiler-und Schaltschränke aufzubauen und mit diesen Daten dann Drahtsätze, Gehäuse und Montageplatten auf NC-Maschinen namhafter Hersteller zu fertigen. Oder man übernimmt die Feldgeräte für die Installationspläne und Darstellung der Montageorte in den Elektroinstallationsplan.

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