Drei Fragen an Michael Dietrich

Portrait von Dipl.-Wirtschafts-Ing. (FH) Michael Dietrich

Dipl.-Wirtschafts-Ing. (FH) Michael Dietrich, GA Pro Engineering Dietrich & Oertel GBR, Planungs- und Ingenieurbüro für Gebäudeautomation (Quelle: WSCAD)

Herr Dietrich, Sie arbeiten schon lange mit der BA-Lösung von WSCAD und kennen auch viele andere Softwarelösungen am Markt – warum WSCAD?

M. Dietrich: Weil WSCAD einfach sehr flexibel ist, kein starres Konzept wie viele andere uns bekannte Softwarelösungen hat und ausgesprochen viele Möglichkeiten bietet. Hervorzuheben ist beispielsweise die sehr hohe Planungstiefe oder die automatische Generierung von Schaltplänen. Wir können wiederkehrende Vorgänge automatisieren und auf Knopfdruck abrufen. Einmal erfasste Daten lassen sich über den gesamten Planungs- und Lebenszyklus von Gebäuden durchgehend nutzen. Davon profitieren wir als Planer, aber auch Schrankbauer und Elektriker auf der Baustelle oder das Facility Management in der Betriebsphase. Auftraggeber von uns haben WSCAD eigens gekauft, damit wir damit planen und sie die Daten 1:1 weiter nutzen können.

Sie sagen, WSCAD gibt Ihnen viel kreativen Freiraum. Was meinen Sie damit?

M. Dietrich: Ein einfaches Beispiel: WSCAD gibt keine Formate vor. Wir können A4 bis A0 oder jedes beliebige Format nehmen, müssen uns zu Beginn aber nicht festlegen. Erhöht sich während der Planung die Komplexität oder reicht der Platz nicht aus, kann man jederzeit vergrößern oder eben auch verkleinern und auch innerhalb eines Projekts mischen. Die Verwaltung individueller Textblöcke ist völlig flexibel. Weil es viele frei verwendbare Flags gibt, können einfach und schnell eigene To-do-Listen bis hin zu individuellen Prüflisten und ähnlichem erzeugt werden. Bei der Strukturierung und Kennzeichnung kann man der internationalen Norm 81346 folgen oder die Struktur individuell frei anlegen. In einem unserer Projekte arbeiten wir mit dem AMEVKennzeichnungssystem und gleichzeitig mit Strukturkennzeichen nach ISO IEC EN 81346 – zwei Kennzeichnungssysteme in einer Planung. Alle uns sonst bekannten Softwarelösungen können nur ein Schlüsselsystem zur selben Zeit verwenden.

Wie sieht es Ihrer Meinung nach mit der Zukunftsfähigkeit von WSCAD aus?

M. Dietrich: WSCAD ist zwar kein großer Konzern, aber seit 30 Jahren mit seiner E-CAD-Lösung für die gesamte Elektrotechnik am Markt. Die Firma entwickelt und baut seine Lösung für den Maschinen- und Anlagenbau, die Elektroinstallation und gerade und besonders für die Gebäudeautomation kontinuierlich aus. Neueste Vorschriften und Richtlinien werden zeitnah implementiert und WSCAD überrascht immer wieder mit Innovationen. Beispiele dafür sind die kostenlos verfügbaren Apps oder der neue Editor in der Version Electrix – ein echter Meilenstein. Was BIM und den neuen IFC-Standard betrifft, ist WSCAD eines der Tools, das genau in diese Richtung geht. Aus unserer Sicht gibt es für GA-Planer zur BA-Lösung von WSCAD nichts Vergleichbares.

Thomas Walker ist als Redakteur für die WSCAD GmbH in Bergkirchen tätig.
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