Von der Nachrüstung bis zur Kernsanierung: Gebäudeautomation richtig planen (Quelle: ABB/Busch-Jaeger)
Wer ein Bestandsgebäude modernisiert, trifft bei der Gebäudeautomation früh auf eine praktische Grenze: die vorhandene Elektroinstallation. Sollen Beleuchtung, Beschattung, Heizung oder weitere Gebäudefunktionen vernetzt werden, bestimmen die baulichen Voraussetzungen, wie sich das technisch umsetzen lässt. Solange Wände und Leitungswege weitgehend erhalten bleiben sollen, müssen neue Funktionen mit der bestehenden Infrastruktur auskommen. Eine Kernsanierung eröffnet andere Möglichkeiten. Wenn die elektrische Anlage ohnehin erneuert wird, kann auch die Automationsstruktur von Grund auf neu geplant werden. Für Elektroinstallateure und Planer beginnt die Systementscheidung deshalb mit der Frage, welche Eingriffe das Gebäude zulässt.
Funk- und drahtgebundene Geräte kombinieren
Bei einer Modernisierung ohne größere bauliche Arbeiten kann das Busch-free@home nachgerüstet werden. Das Smart-Home-System verbindet Wireless-Geräte mit drahtgebundenen Komponenten und erlaubt eine schrittweise Erweiterung bestehender Installationen. Der Einstieg kann sich zunächst auf einzelne Räume oder Funktionen beschränken. Spätere Ergänzungen lassen sich in dasselbe System aufnehmen.
Die zentrale Verbindung übernimmt der neue System Access Point 3.0 von Busch-Jaeger, der mit 2-Draht-Bus und Wireless-Funktion sowie als reine Wireless-Ausführung für Modernisierung und Nachrüstung erhältlich ist. Beide Varianten vernetzen bis zu 150 Geräte. Bei der Inbetriebnahme kann der System Access Point ein eigenes WLAN aufbauen oder über LAN beziehungsweise WLAN mit dem Heimnetz verbunden werden. Die Konfiguration erfolgt per Webbrowser oder über die Buschfree@home-Next-App.
Neu ist auch die Möglichkeit, einen Thread-USB-Stick in den versenkten USB-A-Anschluss einzusetzen. Der Stick übernimmt die Aufgabe des Thread Border Routers direkt am System Access Point 3.0. Matterover-Thread-Geräte lassen sich anschließend innerhalb der Buschfree@home-Next-App in Betrieb nehmen, anzeigen und steuern. Ein separates Gerät für diese Funktion wird nicht mehr benötigt.