Wenn die Elektroinstallation neu entsteht

Der System Access Point 3.0 bildet die Zentrale von Busch-free@home und verbindet drahtgebundene und Wireless-Komponenten. Konfiguration und Bedienung sind per Webbrowser oder die Busch-free@home-Next-App möglich.

Der System Access Point 3.0 bildet die Zentrale von Busch-free@home und verbindet drahtgebundene und Wireless-Komponenten. Konfiguration und Bedienung sind per Webbrowser oder die Busch-free@home-Next-App möglich. (Quelle: ABB/Busch-Jaeger)

Das Multi-Zutrittskontrollmodul für Busch-Welcome IP vereint sechs Zutrittsarten in einem Gerät, darunter PIN-Code, Fingerabdruck, RFID, Bluetooth, NFC und UWB.

Das Multi-Zutrittskontrollmodul für Busch-Welcome IP vereint sechs Zutrittsarten in einem Gerät, darunter PIN-Code, Fingerabdruck, RFID, Bluetooth, NFC und UWB. (Quelle: ABB/Busch-Jaeger)

Das Multi-Zutrittskontrollmodul für die Türkommunikation Busch-Welcome IP nutzt Ultraweitband-Technologie (UWB), um Entfernung sowie Annäherungsrichtung zu erkennen, und ermöglicht so einen freihändigen Zutritt.

Das Multi-Zutrittskontrollmodul für die Türkommunikation Busch-Welcome IP nutzt Ultraweitband Technologie (UWB), um Entfernung sowie Annäherungsrichtung zu erkennen, und ermöglicht so einen freihändigen Zutritt. (Quelle: ABB/Busch-Jaeger)

Eine Kernsanierung verschiebt die planerischen Voraussetzungen. Werden Wände geöffnet und Leitungswege neu angelegt, kann KNX bereits als Bestandteil der neuen Elektroinstallation vorgesehen werden. Parallel zur Stromleitung verläuft eine eigene Busleitung. An ihr kommunizieren Sensoren und Aktoren miteinander. Ein Schalter, Präsenzmelder oder Raumthermostat sendet einen Steuerbefehl über den Bus und der zuständige Aktor setzt ihn um.

Beleuchtung, Heizung, Klima oder Sicherheitsfunktionen können über eine gemeinsame Infrastruktur vernetzt werden. KNX arbeitet als herstellerunabhängiger Standard und lässt sich sowohl in Wohngebäuden als auch in  großen Gebäudekomplexen einsetzen. Sensoren und Aktoren tauschen ihre Daten bidirektional aus, sodass Geräte Befehle empfangen und Rückmeldungen senden können. Die grundlegende Kommunikation im KNX-System erfolgt lokal und setzt keine Internetverbindung voraus. Welche Funktionen miteinander verknüpft werden, wird über die Programmierung festgelegt und kann an die Anforderungen des jeweiligen Gebäudes angepasst werden.

Der Unterschied zur Nachrüstung zeigt sich damit bereits bei der Planung. Während Funk neue Funktionen ohne zusätzliche Leitungswege erschließt, kann bei einer Kernsanierung die Infrastruktur für eine leitungsgebundene Gebäudeautomation von Anfang an berücksichtigt werden.

Wenn es an der Tür nicht beim Klingeln bleibt

Auch der Eingangsbereich lässt sich in die Gebäudeautomation einbeziehen. Mit Busch-Welcome IP steht dafür eine IP-basierte Türkommunikationslösung zur Verfügung, die kleine und große Projekte vom Einfamilienhaus bis zum Zweckbau abdeckt. Sämtliche Geräte kommunizieren über eine gemeinsame Netzwerkstruktur. Auf dieser Basis lassen sich Anlagen skalieren und Funktionen wie SIP, IP-Kameras sowie Lösungen von Drittanbietern integrieren.

Wie Türkommunikation und Gebäudeautomation zusammenspielen können, zeigt ein einfacher Ablauf: Es klingelt an der Haustür und gleichzeitig schaltet sich das Licht im Flur ein. Über die Integration von Busch-Welcome IP in Busch-free@home lassen sich Ereignisse am Eingang mit weiteren Gebäudefunktionen verknüpfen. So kann bei Dunkelheit die Beleuchtung eingeschaltet oder das Garagentor geöffnet beziehungsweise geschlossen werden.

Für Busch-Welcome IP steht zudem ein neues Multi-Zutrittskontrollmodul zur Verfügung. Es vereint sechs Zugangsarten in einem Gerät: PIN-Code, Fingerabdruck, RFID-Transponder, Bluetooth, NFC und Ultraweitband-Technologie (UWB). Anstatt mehrere Module miteinander zu kombinieren, wird ein Baustein in die Außenstation integriert. Das reduziert für Elektroinstallateure die Zahl der Komponenten, den Kombinationsaufwand und die Komplexität der Verkabelung.

UWB ermöglicht autorisierten Personen einen freihändigen Zutritt. Die Technik misst Entfernung und Annäherungsrichtung und erkennt dadurch, ob sich eine Person tatsächlich auf den Eingang zubewegt. So kann die Tür bei entsprechender Autorisierung geöffnet werden, ohne dass PIN, Transponder oder Smartphone aktiv bedient werden müssen.

Am Eingangsbereich zeigt sich besonders anschaulich, wie integrierte Gebäudeautomation funktioniert. Türkommunikation und Zutrittskontrolle können mit weiteren Funktionen der Gebäudetechnik zusammenspielen. Ob diese Verknüpfungen über eine nachgerüstete Funklösung oder eine von Grund auf geplante Businstallation entstehen, wird bereits bei der Sanierungsplanung festgelegt.

www.abb.de

www.busch-jaeger.de

Dennis Haberer ist Product Marketing Specialist Home Solutions bei ABB/Busch-Jaeger.
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