Rund oder eckig?

Die Kennzeichnungen „Innen“ und „Fenster“ vermeiden den richtungsfalschen Einbau der Melder.

Die Kennzeichnungen „Innen“ und „Fenster“ vermeiden den richtungsfalschen Einbau der Melder. (Quelle: Theben AG)

Da die meisten Räume quadratisch oder rechteckig sind, vereinfacht ein quadratischer Erfassungsbereich die Planung. Die Erfassungsbereiche der einzelnen Präsenzmelder lassen sich lückenlos aneinanderreihen. Neben der vereinfachten Planung zeigt sich ein weiterer Vorteil in der Praxis: So gibt es keine „toten Winkel“ oder Überlappungen im Raum. Und Bewegungen werden garantiert überall zuverlässig erfasst. In vielen Fällen reduziert der Einsatz von Meldern mit quadratischem Erfassungsbereich auch die Anzahl der benötigten Geräte. Er ermöglicht damit eine Kosteneinsparung im Hinblick auf die Geräteanzahl und die damit verbundenen Montage- und Inbetriebnahmekosten.

Fehlerfreie Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Melder sollte erst erfolgen, wenn in dem Gebäude alles an seinem Platz steht – inklusive der Möblierung. Da die Wahl der Oberflächen einen entscheidenden Einfluss auf die Funktion der Melder hat, sollten auch sie bei der Auswahl berücksichtigt werden. Ein Teppichboden schafft andere Verhältnisse als zum Beispiel ein blank polierter Marmor und wieder andere als ein Design-Industrieboden. Auch die Möbeloberflächen spielen eine wichtige Rolle – glänzendes Schwarz wird anders erfasst als mattes Weiß oder Glasfronten und -tischplatten: Glänzende Oberflächen können Fehldetektionen auslösen. Auch die Montagehöhe muss beachtet werden, um den vorgesehenen Erfassungsbereich zu erreichen.

Ein immer wieder auftretender Fehler ist die falsche Einbaurichtung – dabei werden tageslichtzugewandte und -abgewandte Seiten des Melders vertauscht. Daher sollte der Einbaurichtung immer ein besonderes Augenmerk gelten. Überlegungen sollten auch in die Nachlaufzeiten investiert werden. Es ist nicht nötig, dass in Fluren, durch die nur schnell „durchgehuscht“ wird, zwei Minuten lang das Licht brennt. Kürzere Zeitspannen sparen an dieser Stelle eine Menge Energie ein. Auch hier gilt: Der Nutzungszweck gibt die Einstellung vor.

Technische Unterstützung durch die Hersteller

Je nachdem, welche Produkte verwendet werden, unterstützen auch die Hersteller die Parametrierung mit technischen Lösungen wie die „theSenda Plug App“ von Theben. „theSenda Plug“ ist eine intuitive und kostenlose App zur komfortablen Programmierung von Bewegungs und Präsenzmeldern sowie LED-Leuchten mit integriertem Bewegungsmelder („theLeda D“). Die Parameter werden per Bluetooth an die Fernbedienung „theSenda B“ gesendet und von dort per Infrarot automatisch an den Melder übertragen. Damit lassen sich die meisten Melder einfach, schnell und sicher parametrieren und bedienen.

Planungssoftware für die sichere Melderplatzierung

Wer Licht von vornherein richtig platzieren, einsetzen und steuern will, ist mit der kostenlosen Relux-Lichtsimulation gut beraten. Das Tool ist eine professionelle Planungssoftware für die Konzeption und Realisierung komplexer Lichtsteuerungsaufgaben. Die Software für Planer, Architekten und Lichtdesigner basiert auf den Lichtlösungen vieler Hersteller. Auch die Produktgruppe Sensoren der Theben AG ist hier hinterlegt. Mit der Planungssoftware „Red CAD“ können professionell und effizient Pläne erstellt werden. Dank der integrierten Symbolbibliothek mit den Theben-Bewegungs- und Präsenzmeldern lassen sich schnell und zuverlässig die Erfassungsbereiche in die Pläne aufnehmen.

Planungssicherheit mit Sensnorm

Als Mitglied des europäischen Vereins und Qualitätslabels Sensnorm engagieren sich die Hersteller der Branche gemeinsam für mehr Transparenz, Qualität und Planungssicherheit bei Bewegungs- und Präsenzmeldern im Bereich Automation. Die mit dem Sensnorm-Qualitätslabel versehenen Produkte wurden nach normierten Prüfvorschriften getestet und erlauben den Kunden somit einen verlässlichen herstellerübergreifenden Vergleich. Das Messverfahren nach Sensnorm hat sich als Industriestandard etabliert und wurde in die europäische Norm IEC 63180 aufgenommen.

Mona Mutschler ist Product Manager, Business Unit Detection & Lighting, bei der Theben AG.
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