Abbildung von Solarfassaden

Die vertikale Evolution: Solarfassaden für Gewerbe und Industrie (Quelle: Aerocompact)

In vielen Bundesländern gilt für Neubauten eine Photovoltaikpflicht. Bei industriellen und gewerblichen Gebäuden sind die Dachflächen aber bereits häufig mit technischen Anlagen wie Lüftungssystemen oder Klimageräten belegt, und auch bei Bestandsgebäuden reichen die verfügbaren Dachflächen nicht immer aus, um den Strombedarf mit Photovoltaik zu decken. Weil der Flächenbedarf für Energieautonomie bei reinen Dachanlagen zu hoch ist, installieren deshalb immer mehr Unternehmen Fassadenanlagen.

Neben der zusätzlichen Fläche bieten Solarfassaden den Vorteil, dass sie von morgens bis abends gleichmäßige Erträge liefern – ohne Spitzen am Mittag oder geringe Erträge am Morgen und Abend. Deshalb lassen sie sich hervorragend mit Dachanlagen kombinieren. In dynamischen Strommodellen kann genau das ein großer Vorteil sein, da Energie dann produziert wird, wenn sie nicht im Überfluss vorhanden ist und somit einen höheren wirtschaftlichen Nutzen bringt. Außerdem können Unternehmen ihren selbst erzeugten PV-Strom auch ohne Stromspeicher besser ausnutzen und ihren Eigenverbrauch abdecken.

Ein weiterer entscheidender Vorteil: Fassaden-PV-Anlagen liefern gerade in den Wintermonaten wertvolle Energie, wenn Dachanlagen durch Schnee bedeckt sein können. Weil die Sonne im Winter tiefer steht, produzieren Fassadenanlagen zudem auch ohne Schnee zum Teil sogar mehr Strom als gleich große Dachanlagen und können den höheren Bedarf zum Beispiel von Wärmepumpen besser decken. Neben der Stromerzeugung wird durch die Hinterlüftung die PV-Leistung besser ausgenutzt und in Sommermonaten die Fassade gekühlt.

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