Nutzerkomfort mit technischen Raffinessen

Abbildung von Energie im Gebäudeverbund zum Thema Lademanagement.

Bild 4: Energie im Gebäudeverbund intelligent verteilen: Monitoring und Analyse aller Erzeuger- und Verbrauchsdaten ermöglichen eine planbare und bedarfsgerechte Bereitstellung und Verteilung der Energie – so wird der Betrieb gesichert und die Verluste werden minimiert (Quelle: Phoenix Contact)

„Als Elektroautofahrer möchte ich mit der Technik im Hintergrund gar nichts zu tun haben. Ich möchte nur so bequem und sicher wie möglich ans Ziel kommen“, reflektiert F. Schröder aus der Sicht des Nutzers. „Mit der EV Charging Suite startet der Fahrer den Ladevorgang nach der schnellen Authentifizierung – etwa mit seiner RFID-Karte. Der Energieverbrauch wird dann im Hintergrund dem Nutzer zugeordnet – unabhängig vom überlagerten Managementsystem.“

Die Perspektive des Gebäudemanagers hingegen ist primär technisch: „Jede Ladestation ist einem Gebäude oder einer Infrastruktur zugeordnet“, so F. Schröder. „Die Kommunikation zwischen den einzelnen Gewerken ist ein wichtigstes Instrument für den zielgerichteten Energieeinsatz.“ So kann das Gebäudemanagementsystem den Energiefluss der einzelnen Ladepunkte oder des gesamten Ladeparkplatzes genauso steuern wie die Lüftungs- oder Klimaanlage. Die eigene Stromerzeugung mittels BHKW und PVAnlage auf dem Dach reduziert den Bezug externer Energie erheblich – was sich deutlich auf die Betriebskosten auswirkt (Bild 4).

Reger Austausch zwischen Fahrzeug und Gebäude

„Selbstverständlich gibt es im Gebäudeverbund Stoßzeiten mit höherem Energieverbrauch“, erklärt F. Schröder. „Dann wird die Energieversorgung für die Ladestationen reduziert oder – falls erforderlich – zeitweise ausgesetzt.“ Die Software EV Charging Suite empfängt dann vom Gebäudemanagementsystem Emalytics den Wert für die im Augenblick maximale Ladeleistung. Gemäß diesem Wert steuert die Lademanagement-Software jeden einzelnen Ladepunkt energieoptimiert – egal ob ein-, zwei- oder dreiphasige Elektrofahrzeuge angeschlossen sind. So wird jeder einzelne Ladepunkt in die „Building IoT“ integriert.

„Am besten sollte mein Fahrzeug selbst wissen, wann ich damit, wo hinfahren will – und wann es für mich am günstigsten ist, Energie nachzuladen“, so F. Schröder. „Auch diesen Wunsch erfüllt mir die Lademanagement-Software.“ Einzelne Ladepunkte, die dezentral auf dem Firmengelände angeordnet sind, werden dem aktuellen Energieverbrauch so angepasst, dass Mitarbeiter nach Arbeitsschluss ihren Heimweg antreten können oder Firmenwagen für die nächste Dienstreise vollgeladen zur Verfügung stehen.

Fazit

„Ein Gebäudemanagementsystem mit integrierter Lademanagement-Software muss gut funktionieren und einfach zu bedienen sein“, ist F. Schröders Forderung an die Hersteller von Komponenten für Building IoT. „Die Komplexität darf für den Nutzer an der Ladestation nicht erkennbar sein. Zudem muss die Einbindung von Elektromobilität in die Gebäudeautomation für das Facility-Management einen echten Mehrwert haben.“ Die Lademanagement-Software EV Charging Suite von Phoenix Contact wird mit ihrer intuitiven Bedienbarkeit und komfortablen Steuerung sowohl den Anforderungen des Anwenders als auch denen des Facility Managers gerecht – das zeigt das Beispiel Phoenix Contact Electronics in Pad Pyrmont.

Dirk Vogel ist Produktmanager Smart Charging bei Phoenix Contact E-Mobility GmbH in Schieder-Schwalenberg.
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