Photovoltaik und Dacheindeckung neu

Bevor die Photovoltaik auf das Stalldach montiert wurde, hat der Junglandwirt eine neue Dachhaut mit Trapezblech installieren lassen. Darauf kam eine minimalistische Unterkonstruktion mit kurzen Trapezblech-Halterungen. Der Wechselrichter wurde an der Außenwand direkt neben dem Eingang zum Stall installiert – ein 30-kW-Gerät der 2021 neu am Markt erschienenen Baureihe Commercial Inverter – kurz „Piko CI“ – von Kostal mit staub- und wassergeschütztem IP65-Gehäuse.

Den Stromspeicher hat der Junglandwirt im Keller des Wohnhauses installieren lassen. Vom Standort der Photovoltaik bis zum Wohnhaus wurde ein Kabel verlegt. Im Keller steht der Speicher trocken, warm und geschützt vor Ammoniak und wechselnden Temperaturen. Die Wahl fiel auf einen BYD-Speicher mit 22 kWh Netto-Speicherkapazität und Lithium-Eisen-Phosphat-Akkutechnik. Gemeinsam mit einem Plenticore-Batteriewechselrichter – ebenfalls von Kostal – kann sich der Betrieb nun mit selbst erzeugtem Strom versorgen.

Erzeugung und Verbrauch exakt nach Plan

Nach den ersten neun Monaten zeigt sich, dass die Anlage genau nach Plan arbeitet und liefert, was berechnet wurde: 25.000 kWh Strom pro Jahr – selbst erzeugt für den Eigenverbrauch und eine Einsparung von rund 7000 € Energiekosten bei aktuellem Strompreis, Tendenz steigend.

„Ich finde es gut, dass die Wechselrichter von einem Hersteller in Deutschland kommen, der die Geräte auch hier produziert. Mein Solarteur kennt Kostal seit vielen Jahren und ebenso die passenden Komponenten – Installationsroutine sowie Langzeiterfahrung inklusive“, berichtet Kuhn. Die Installation wurde komplett vom anbietenden Solarteur durchgeführt, einem Elektrounternehmen mit Schwerpunkt Photovoltaik und Stromspeicher. „Die Arbeiten gingen schnell und routiniert vonstatten. Das hat keine Woche gedauert“, erklärt der Betriebsleiter. Installiert wurden 375-W-Module, weil damit genau 30 kWp auf das Dach gebracht werden konnten.

In Zukunft mehr Leistung

A. Kuhn hadert mit den fehlenden 20-kWp-Photovoltaikleistung. 50 kWp Photovoltaik würden den Betrieb rechnerisch autark machen: „Die Erweiterung der Anlage auf 50 kWp ist schon beschlossene Sache – eigentlich. Die Entscheidung für 30 kWp wurde rein aufgrund der EEG-Umlage gefällt. Auch wenn es nur 2,78 Ct pro kWh waren, haben diese doch entscheidend die Wirtschaftlichkeit verändert. Das heißt auch, dass wir den Stromspeicher erweitern werden, sodass wir zwischen Leistung und Speicher ein 1:1-Verhältnis haben. Wir denken außerdem über Netzersatzstrom nach. Wenn man schon PV und Speicher hat, wäre es unklug, das nicht zu tun“, erklärt der Landwirt.

Die Energiezukunft ist auf dem Hof von Familie Kuhn gesetzt und sorgt für stabile, kalkulierbare Energiekosten – für das Unternehmen und bei der Mobilität, und das auf Jahrzehnte hinaus.

Manfred Gorgus
3 / 3

Ähnliche Beiträge