Transparenz der Energieströme

Oberstes Ziel bei der Einführung eines Energiemonitoringsystems ist die Transparenz der Energieströme. Auf der Programmoberfläche werden die Leistungsmittelwerte der überwachten Kenngrößen in Ganglinienform angezeigt und können miteinander verglichen werden. So lassen sich beispielsweise Lastgänge verschiedener Fertigungslinien ­gegenüberstellen. “Diese Transparenz hilft uns beim Ressourcensparen”, nennt G. Grittner einen Vorteil und ergänzt: “Aber sie bietet auch vielfachen Zusatznutzen über das Verbrauchsmanagement hinaus.” So werden beispielsweise auch Störungen in den Anlagen transparent, und können schnell und nachhaltig behoben werden. Ein plötzlich erhöhter Verbrauch kann auf Leckagen in Leitungen oder auf einen fehlerhaften Motor hinweisen. Zudem sind Optimierungen für die BSH jetzt einfacher planbar und nachweisbar.

Nicht zuletzt ist die Software flexibel und individuell konfigurierbar. Für die BSH bedeutet das in den Worten von G. Grittner: “Auch wenn der Energieverbrauch im Vordergrund steht, nutzen wir unser System inzwischen als Ressourcenmanager.” Der Ressourcenverbrauch lässt sich direkt und exakt einzelnen Maschinen oder ganzen Wertströmen zuordnen. Verbesserungsmaßnahmen, beispielsweise durch eine temporäre Abschaltung oder optimierte Fahrweise von Anlagen, schlagen sich damit unmittelbar im Ergebnis der jeweiligen Produktionseinheit nieder.

Praxiserfahrungen und Fazit

Nach dem erfolgreichen Testbetrieb ist die BSH mit der inzwischen ausgebauten Energiemonitoringlösung rundum zufrieden: “Die Energiemonitoringsoftware Powermanager und die Messgeräte 7KM PAC aus dem Sentron-Portfolio von Siemens bilden ein robustes und einfach handhabbares System, das Potenzial zum Energie- und Ressourcensparen in vielen Fabriken hat.” Über die Transparenz der Energieströme hinaus profitiert die BSH auch von vielfältigem Zusatznutzen, etwa bei der Analyse von Störungen und beim Ressourcenmanagement. “Die angestrebten 25 % Ressourceneinsparung haben wir – auch dank der Energiemonitoringlösung – geholt”, freut sich der Leiter Technische Dienste. Jetzt läuft der weltweite Rollout des Systems bei der BSH.

Jürgen Roschmann ist als Account Manager für die Siemens AG in Ulm tätig.
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