Überspannung: Dachanlagen und Solarkraftwerke wirksam schützen

Überspannung: Dachanlagen und Solarkraftwerke wirksam schützen (Quelle: Citel)

Neben Maßnahmen für den äußeren Blitzschutz – wie die Installation von Blitzableitern oder Fangeinrichtungen – ist es für Anlagenbetreiber daher ebenso wichtig, den inneren Blitz- und Überspannungsschutz zu berücksichtigen. Dieser interne Schutz wird in erster Linie durch den Einsatz von Überspannungsschutzgeräten (Surge Protective Devices, SPD) erreicht.

Diese SPD sind Geräte, die an Strom- und Datenleitungen angeschlossen werden, wo sie als erste Verteidigungslinie gegen Überspannungen fungieren. Indem sie hohe Spannungen ableiten, tragen SPD dazu bei, Schäden, Störungen und eine mögliche Zerstörung elektronischer Geräte und Systeme zu verhindern. Dabei ist der Schutz durch die SPD nicht nur für den Erhalt der Unversehrtheit einzelner Geräte entscheidend, sondern auch für den kontinuierlichen Betrieb einer Vielzahl kleinerer sowie größerer Systeme und Netzwerke.

Normen beachten

Die Normen IEC 62305 „Schutz gegen Blitzschlag“ und die IEC 61643-Normen für Überspannungsschutzgeräte bieten umfassende Richtlinien für die Entwicklung wirksamer Blitz- und Überspannungsschutzsysteme. Die Einbeziehung eines detaillierten Risikobewertungsverfahrens zählt zu den wichtigsten Aspekten der IEC 62305. Dieses Verfahren dient dazu, die spezifischen Bedürfnisse eines bestimmten Standorts oder einer Anlage zu bewerten, wobei Faktoren wie die Wahrscheinlichkeit von Blitzeinschlägen, die möglichen Folgen solcher Einschläge und die Wirksamkeit der vorgeschlagenen Schutzmaßnahmen berücksichtigt werden.

Weil bei den meisten PV-Anlagen jedoch nur selten eine detaillierte Risikoanalyse durchgeführt wird, schreibt die IEC 61643-Norm vor, dass SPD sowohl auf der AC- als auch auf der PV- bzw. DC-Seite des Systems installiert werden müssen.

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